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Weitere Abschottung

Twitter lässt Tumblr keine Freunde mehr finden

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der Microblogging-Dienst Tumblr ist ganz schön sauer auf Twitter.
Freunde bei Tumblr findet man jetzt nur noch aus den Facebook- und Gmail-Kontakten.
Freunde bei Tumblr findet man jetzt nur noch aus den Facebook- und Gmail-Kontakten.

Twitter hat Tumblr nämlich einfach mal die Möglichkeit entzogen, dass ein Nutzer seine auf Twitter aktiven Bekannten auch bei Tumblr auffinden kann. Gleiches war vor kurzem bereits dem von Facebook gekauften Bilderdienst Instagram widerfahren. Twitter hat angekündigt, die Nutzung seiner API künftig deutlich strikter zu handhaben; ob Tumblr jetzt bereits davon betroffen ist, ist nicht bekannt.

"Angesichts unserer Geschichte der Unterstützung ihrer Plattform ist das ganz besonders erschütternd", schreibt Tumblr in einer Stellungnahme an das US-Blog "The Verge". Tumblrs Syndication-Funktion erzeuge hunderte Millionen Tweets, außerdem habe Tumblr sich bemüht, als einer der ersten Partner Twitters neue "Cards"-Funktion über 70 Millionen Tumblr-Blogs und 30 Milliarden Posts hinweg zu unterstützen.

Von Twitter gibt es bislang keine Stellungnahme zu der Kappung. Im Falle Instagram hatte der Kurznachrichtendienst schlicht verlautbart: "Wir wissen, dass Twitters Follow-Graph Daten sehr wertvoll sind und wir können bestätigen, dass sie in Instagram nicht länger zur Verfügung stehen."