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UberMedia überboten

Twitter greift nach TweetDeck

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Das Gerücht kursiert schon seit einiger Zeit - nun soll der Deal bereits fix sein und Twitter die britische Firma TweetDeck gekauft haben.

Das meldet der US-Branchendienst "TechCrunch". Der Kaufpreis soll demnach 40 bis 50 Millionen Dollar in sowohl bar als auch Twitter-Aktien betragen und die Übernahme in den nächsten Tagen verkündet werden.

Im Februar hatte noch alles danach ausgesehen, als ob TweetDeck an die Firma UberMedia von Bill Gross gehen würde (die bereits etliche andere Twitter-Clients übernommen hat). Dass UberMedia seinen Marktanteil speziell bei Power-Nutzern noch weiter ausbaut, konnte und wollte Twitter offenbar nicht riskieren.

TweetDeck entwickelt populäre alternative Clients für den Twitter-Service. Die Software läuft unter anderem im Browser (für Google Chrome gibt es eine speziell optimierte Version), als Adobe-AIR-Applikation sowie als App auf iPhone und Android. Sie unterstützt mehrere Nutzerkonten, bietet viele Konfigurationsmöglichkeiten und Filter und bindet neben Twitter auch noch andere Dienste aus dem Social Web ein. Ob Twitter all diese Funktionen weiter bestehen lässt, bleibt freilich abzuwarten.