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Zumindest bei eBay

Twitter-Follower sind nichts mehr wert

03.02.2010
Von pte pte
Twitter-Follower haben deutlich an Wert verloren.
Muss sich keine Follower dazukaufen: "BillGates" bei Twitter
Muss sich keine Follower dazukaufen: "BillGates" bei Twitter

Zumindest insoweit, als dass "Verfolger" in dem Microblogging-Dienst im vergangenen Jahr noch massenhaft zum Verkauf angeboten wurden und ein tolles Geschäft damit gewittert wurde. Wie sich nun zeigt, ist das von vornherein fragwürdige Geschäftsmodell allerdings nicht ganz aufgegangen. Ein Blick auf das Auktionsportal eBay macht deutlich, dass Follower, die dort zum Kauf angeboten werden, eigentlich kaum noch etwas wert sind, berichtet "Techcrunch".

So liegt der Preis für einen Twitter-Follower inzwischen bei unter einem US-Penny, während man 2009 durchschnittlich 0,25 Dollar dafür bezahlt werden musste. Obwohl Twitter den Verkauf von Verfolger-Listen eigentlich nicht erlaubt, versuchen verschiedene Anbieter damit Geld zu machen, indem sie den direkten Verkauf umschiffen. Stattdessen wird versprochen, dass der persönliche Account beziehungsweise die Follower-Zahlen durch "bewährte und sichere Methoden" verbessert werden könnten.

Experten aus der Social-Media-Branche sehen solche Anbieter seit ihrem Aufkommen äußerst skeptisch. Für eher negative Schlagzeilen sorgte etwa uSocial, das auch Facebook-Freunde zum Verkauf anbietet. "Interesse an einem solchen Service kann eigentlich nur der Marketer haben, der sich mit dem Grundverständnis von Social Media nicht auseinandergesetzt hat", so David Nelles, Corporate Communications bei der Beratungsfirma virtual identity, gegenüber pressetext. Das Angebot höre sich zwar verlockend an, doch so einfach funktioniere es nicht. "Social Media bedeutet eine nachhaltige Beziehung mit der Zielgruppe aufzubauen, um einen authentischen Dialog zwischen dem Unternehmen oder Produkt und der Community zu generieren."

Abgesehen davon, dass sich Twitter-Follower und Facebook-Freunde nun doch nicht so leicht zu Geld machen lassen, sind sie nicht komplett wertlos. Entscheidend ist allerdings, ob jemand echte Verfolger, die verifiziert sind, oder nur gefälschte bzw. Schein-Follower aufweisen kann. Denn nützlich sind Follower nur dann, wenn sie interagieren, die eigenen Tweets weiterverbreiten und so für mehr Aufmerksamkeit sorgen. (pte)