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BlackBerry und iPhone

Twitter bringt eigene mobile Clients

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Twitter bietet neben seinem Web-Interface nun auch eigene Clients für mobile Endgeräte an.
Twitter auf dem BlackBerry (Screenshot: Volker Weber, vowe.net)
Twitter auf dem BlackBerry (Screenshot: Volker Weber, vowe.net)

Ende vergangener Woche erschien zunächst das offizielle Twitter-Programm für BlackBerry-Handhelds von Research in Motion (RIM). Auf dem Fuße folgte dann die Ankündigung, Twitter habe mit "Tweetie 2" einen der führenden iPhone-Clients gekauft und dessen Entwickler Loren Brichter für die eigene Entwicklungsabteilung angeheuert. Aus Tweetie 2 soll dann demnächst das kostenlose "Twitter for iPhone" werden.

Die mobilen Clients hatte Twitter bislang ausschließlich seinem umtriebigen Ökosystem (diese Woche steigt die Entwicklerkonferenz Chirp) überlassen. Dass die Betreiber des populären Kurznachrichtendienstes die Sache nun verstärkt selbst in die Hand nehmen, dürfte manchen Developer ziemlich verärgern. Allerdings sollte es auch zukünftig problemlos möglich sein, gut gemachte Twitter-Clients für Smartphones zu verkaufen - über Geschmack soll man bekanntlich nicht streiten und nicht jedem werden die offiziellen Clients von Twitter am besten gefallen.

Dass die Latte mit einem Programm wie Tweetie recht hoch gelegt wird, um da noch Mehrwert zu schaffen und zu verkaufen, sollte man Twitter nicht zum Vorwurf machen - und unnötigen Me-too-Clients braucht niemand eine Träne nachzuweinen. "Twittelator-Pro"-Entwickler Andrew Stone zum Beispiel nimmt die Sache bereits sportlich: "IMHO one less paid competitor", schreibt er (natürlich auf Twitter).