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Turbolinux und Linuxcare: gemeinsamer Start mit kleinerer Mannschaft

12.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Service-Provider Linuxcare und Distributor Turbolinux haben kurz vor ihrem Zusammenschluss (Computerwoche online berichtete) Entlassungen angekündigt. Laut Angaben von Marketing-Chef Jerry Greenberg, betrifft die Maßnahme alle Abteilungen bei Turbolinux. Linuxcare dagegen wird etwa zehn Prozent der in Verwaltung und Technischem Support angestellten Mitarbeiter entlassen.

Keine der beiden Firmen wollte sich konkret dazu äußern, wie viele Stellen insgesamt gestrichen werden. Erst im Mai hatte Turbolinux 52 seiner 325 Arbeitsplätze abgebaut. Im ersten Halbjahr 2000 steigerte der Linux-Spezialist seinen Umsatz um 66 Prozent auf 2,9 Millionen Dollar (Vorjahr 1,8 Millionen). Laut Greenberg erwartet das Unternehmen für das Jahr 2001 eine Wachstumsrate von 35 bis 40 Prozent. Mit dem bevorstehenden Börsengang möchte die Company 60 Millionen Dollar einnehmen. Es ist jedoch nicht sicher, ob das Going Public angesichts des schwachen Linux-Marktes überhaupt stattfinden wird: erst vor einigen Tagen hatte Mitbewerber Suse verkündet, zwei Drittel der US-Belegschaft aus Kostengründen zu entlassen.