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Trotz Web-2.0-Euphorie: openBC-Börsengang bleibt vorerst Ausnahme

05.12.2006
Die Euphorie um das Web 2.0 ist unbestritten, und doch wird der Börsengang des Internet-Portals Open Business Club (openBC) zunächst die Ausnahme bleiben.

Kenner der rasant wachsenden Branche um die von Nutzern gestalteten Internet-Plattformen - etwa Enzyklopädien, Video- oder Foto-Onlinealben - sehen zurzeit keine weiteren Börsen-Kandidaten. Wahrscheinlicher seien Übernahmen oder Investoreneinstiege.

Dabei klingen die ambitionierten Pläne des openBC-Vorstandsvorsitzenden Lars Hinrichs verlockend: Einen Erlös von mehr als 100 Millionen Euro hält der 29-Jährige für möglich. An der Börse könnte openBC künftig weit über 200 Millionen Euro wert sein. Zum Vergleich: Der Umsatz des Online-Netzwerks für Geschäftskontakte betrug im vergangenen Geschäftsjahr gerade einmal knapp sechs Millionen Euro. Die Konsortialbanken sehen keine Probleme: "So hoch wie gestern der Umsatz, wird morgen bereits der Gewinn ausfallen", sagen sie mit Blick auf ein operatives Ergebnis, das sie für 2007 bei etwa sechs Millionen Euro erwarten.