Partnerland 2010

Trotz Krise - Spaniens IT hofft auf CeBIT-Impulse

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
In Spanien haben Immobilien- und Finanzkrise besonders hart zugeschlagen. Trotzdem oder gerade deswegen kürten Bitkom und Deutsche Messe AG den iberischen Staat zum CeBIT-Partnerland für 2010.

Im vergangenen Jahre war es Frankreich, in diesem Jahr Kalifornien - im kommenden Jahr wird das Partnerland der CeBIT (2. bis 6. März 2010) Spanien sein. Jedes Jahr darf sich auf der IT- und Kommunikationsmesse ein Land besonders präsentieren. Hinsichtlich der Auswahl schließt sich die Deutsche Messe AG dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) an, der - unabhängig von der CeBIT - jedes Jahre eine auf zwölf Monate begrenzte Partnerschaft mit einer nationalen Branchenvertretung eingeht. 2010 ist das die Asociación Empresas de Tecnologías de la Información y Comunicaciones de España, kurz Aetic.

Im Rahmen dieser Partnerschaft, die Bitkom-Vorstand Ulrich Dietz und Aetic-Präsident Jesús Banegas kürzlich besiegelten, werden die beiden nationalen Industrieverbände eine Reihe von Veranstaltungen und Reisen organisieren, um Unternehmen aus beiden Ländern zusammenzubringen. Auch auf der GSM World in Barcelona wollen sie gemeinsam Präsenz zeigen.

Ausgewählt wurde das Partnerland wie in jedem Jahr durch eine Umfrage unter den Bitkom-Mitgliedern. "Es gibt in jedem Jahr eine Ranking-Liste, und Spanien steht immer weit vorn", berichtet Dietz. Wie Thomas Mosch, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung, ergänzt, bringen die Mitgliederunternehmen mit dieser Wahl ihre eigenen Expansionspläne zum Ausdruck. Offenbar verspricht sich die deutsche Informations- und Kommunikationsindustrie vom derzeit krisengebeutelten Spanien in naher Zukunft gute Entwicklungsmöglichkeiten. Zudem betrachten viele Unternehmen hierzulande den spanischen Markt offenbar als eine Art Türöffner für den südamerikanischen Kontintent.