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Trotz Intel-Drohung: Via fertigt Pentium-4-Chipsatz

14.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Trotz Androhung einer Klage will Via Technologies noch diese Woche mit der Massenproduktion des Pentium-4-Chipsatzes "P4X266" beginnen. Der taiwanische Halbleiterhersteller will für seine neuen Chipsets die Markennamen S3 und Via verwenden, um so rechtlichen Problemen mit Intel auszuweichen. Denn eigenen Angaben zufolge braucht Via für die Produktion des Pentium-4-Chipsatzes keine offizielle Lizenz von Intel, da man erst vor kurzem den Grafikchip-Hersteller S3 gekauft habe und dieser mit Intel entsprechende Lizenzvereinbarungen geschlossen habe (Computerwoche online berichtete).

Die Erlaubnis für die Produktion des Chipsatzes mit DDR-SDRAM-Unterstützung (Double Data Synchronous DRAM) haben Silicon Integrated Systems SIS und Acer Labs bereits erhalten. SIS will mit der Massenfertigung des "645"-Chipsatzes im September beginnen, Acer plant die Auslieferung des "M1761" zum Jahresende. Ein eigenes SDRAM-kompatibles Produkt will Intel noch im August vorstellen, DDR-Support aus dem Hause Intel wird es dagegen erst im nächsten Jahr geben. Das "850"-Chipset von Intel arbeitet bislang noch mit dem teureren Rambus-Speicher zusammen.