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Tria schreibt Betriebsgewinn

14.05.2004

Der Tria IT-Solutions AG ist im ersten Quartal 2004 der operative Turnaround geglückt. Wie der Münchner IT-Trainings- und Consulting-Anbieter bekannt gab, verbesserte sich das Betriebsergebnis inklusive Rückstellungsauflösungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum von minus 91.000 auf plus 426.000 Euro. Die beiden Kernbereiche TRIA IT-Consulting und TRIA IT-Training waren dabei vor Umlagen und Unternehmensabschreibungen operativ profitabel. Der Umsatz lag mit 5,1 Millionen Euro leicht über Plan und übertraf die Einnahmen des Vorjahreszeitraums um rund 200.000 Euro, 700.000 Euro Umsatz aus nicht mehr weitergeführten Themen ausgeklammert.

Bereits am Donnerstag hatte Tria bekannt gegeben, dass der geplante Zusammenschluss mit der COC AG nicht stattfinden wird. Der Mitteilung zufolge hat der IT-Dienstleister aus dem ostbayerischen Burghausen von seinem vertraglich eingeräumten Rücktrittsrecht Gebrauch gemacht. Nach detaillierter Prüfung seien Tria und COC jeweils zu dem Schluss gekommen, dass ein Zusammenschluss zum jetzigen Zeitpunkt nicht die gewünschten Ergebnisse bringen würde, heißt es weiter. Die bestehende Partnerschaft soll jedoch fortgesetzt werden. Auf Anfrage der COMPUTERWOCHE erklärte COC-Vorstand und –Gründer Ralf Schuster, im operativen Geschäft sehe er weiterhin Synergieeffekte. Die Finanzstruktur der beiden Unternehmen sei jedoch leider zu unterschiedlich. So weise COC ein positives Eigenkapital von 1,4 Millionen Euro auf, während bei Tria an dieser Stelle in der Konzernbilanz ein Minus von 2,1 Millionen Euro stünde.

Für COC sei es daher mehr als schwierig, sich "auf diesen Balken zu setzen". Hinzu käme, dass Tria weiterhin für Leerstände in Räumen aufkommen müsse. (mb)