Security

Trend Micro sichert VDI-Umgebungen

Susanne Franke ist freie Fachjournalistin in München.
In einer Virtual Desktop Infrastructure (VDI) müssen virtuelle Endpunkte den gleichen Schutz erhalten wie physische. "OfficeScan 10.5" verspricht möglichst ressourcenschonende Scans und Updates.

Server- und Storage-Virtualisierung gehören mittlerweile in vielen Unternehmen zum Standardrepertoire. Jetzt folgt in einer zweiten, nicht weniger heftigen Welle die Desktop-Virtualisierung. Laut einer aktuellen Studie der Enterprise Strategy Group haben 60 Prozent der Großunternehmen eine Virtualisierungsstrategie für Desktops, etwa 45 Prozent davon werden die Hälfte ihrer Desktops in den nächsten drei Jahren virtualisieren.

Flexibilität ist gefragt

"OfficeScan 10.5" verspricht ressourcenschonende Scans und Updates.
"OfficeScan 10.5" verspricht ressourcenschonende Scans und Updates.

Im Unterschied zur Server- und Speichervirtualisierung stehen dabei aber nicht ausschließlich die Kostenüberlegungen im Vordergrund, stellt Andreas Burau, Vorstand der Experton Group, fest. Vielmehr geht es um eine deutlich höhere Flexibilität, sei es bei der Wahl der Endgeräte oder des Arbeitsstandorts. Die verschiedenen Anforderungen spiegeln sich in den unterschiedlichen Ansätzen und Strategien zur Virtualisierung der Desktops wider. Das Spektrum reicht von der einfachen Anwendungsvirtualisierung bis zur Virtual Desktop Infrastructure, bei der die Benutzer auf eine virtuelle Maschine zugreifen, die ihren kompletten persönlichen Desktop repräsentiert und physisch auf einem Server lagert. Administratoren und CIOs sehen in VDI eine Chance, die Sicherheit und den Datenschutz zu erhöhen, während gleichzeitig das Management wesentlich erleichtert wird.

Den Herausforderungen durch VDI-Umgebungen will Trend Micro mit der neuen Version 10.5 von OfficeScan gerecht werden. Die Endpoint-Sicherheitslösung wurde dazu mit Citrix XenDesktop und VMware View integriert, um virtualisierte Endpunkte zu identifizieren. Die Lösung kommuniziert mit dem VDI-Management (VMware View/vCenter beziehungsweise XenServer) und erhält dadurch Informationen über laufende und startende VDI-Instanzen, etwa um den Security-Status jedes einzelnen Clients zentral zu bewerten und auf mögliche Probleme frühzeitig reagieren zu können. Damit schützt das Programm virtuelle genauso wie physische Endpunkte. Dem Anbieter zufolge lassen sich mit der neuen Version über 20.000 Endpunkte von einem OfficeScan-Management-Server aus verwalten. Bisher waren es 8000.

Ein anderes Problem bisheriger Lösungen für Endpunktsicherheit sind die deutlichen Leistungseinbußen, die sie auf den gemeinsam genutzten VDI-Hardware-Ressourcen erzeugen. Dies führt zu frustrierten Endanwendern und veranlasst Unternehmen oft dazu, ihre Sicherheitsstandards zu lockern. OfficeScan 10.5 soll den Konkurrenzkampf um die Ressourcen über optimierte Scan-Operationen auf den virtualisierten Desktops verhindern. Abhilfe schafft unter anderem ein serieller Scan der Clients eines VDI-Hosts. Gleiches gilt für größere Updates oder Patches.

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