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Trend Micro: Keine Entschädigung für fehlerhaftes Update

27.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Security-Spezialist Trend Micro will keine Entschädigungen an die zurzeit 652 Firmen zahlen, die aufgrund eines am vergangenen Wochenende verteilten fehlerhaften Antivirus-Updates Probleme hatten. Das am Samstag verbreitete Update führte zu einer CPU-Überlastung und beeinträchtigte damit Rechner und Firmen und Privathaushalten weltweit (Computerwoche.de berichtete).

"Es tut mir wirklich sehr, sehr Leid, dass wir dieses Produkt veröffentlicht haben", entschuldigte sich Chief Executive Officer Eva Chen bei einer Pressekonferenz in Tokio. Nach Angaben von Akihiko Omikawa, Senior Vice President Japan Sales and Marketing, führten hauptsächlich zwei Fehler zu den Problemen. Zum einen war der Code-Teil nicht geprüft worden, der die Schleife verursachte, zum anderen wurde das Update nicht auf PCs mit installiertem Service Pack 2 für Windows XP getestet. Betroffen waren hauptsächlich Rechner mit SP2 und der Trend-Micro-Software "PC-cilin Internet Security 2005 Virus Buster".

Trend Micro selbst hat der Vorfall nach Angaben von Finanzchef Mahendra Negi seit Samstag bereits knapp drei Millionen Dollar gekostet, und die Summe werde sicher noch steigen. Langfristige Folgen der defekten Datei seien noch nicht absehbar, erklärte der Chief Financial Officer (CFO). (tc)