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Transmeta verlängert Verluststrecke

20.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Chipdesigner Transmeta erwirtschaftete im zweiten Quartal 2001 einen Verlust von 17,8 Millionen Dollar oder 14 Cents pro Aktie. Inklusive Abschreibungen auf nicht verkauften Prozessoren und einer Belastung für erworbene Technik beläuft sich der Nettofehlbetrag auf 69,3 Millionen oder 54 Cents je Anteilsschein. Den Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte das kalifornische Unternehmen mit 23,8 Millionen Dollar Minus abgeschlossen. Der Umsatz hingegen stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal von 354.000 Dollar, als Transmeta noch keine Crusoe-Prozessoren verkaufte, auf 10,5 Millionen Dollar. Im vorhergehenden Dreimonatszeitraum betrugen die Einnahmen allerdings noch 18,6 Millionen Dollar.

Als Grund für die schlechten Geschäftszahlen nannte das Unternehmen die schwache Nachfrage auf dem japanischen Markt. Der Hersteller von Strom sparenden Emulationsprozessoren hatte bereits im Juni eine Umsatzwarnung herausgegeben und die Erwartungen für das zweite Quartal um 40 bis 45 Prozent heruntergeschraubt (Computerwoche online berichtete). Für das kommende Quartal rechnet Transmeta mit einem weiteren Umsatzrückgang um bis zu 15 Prozent auf rund 8,9 Millionen.