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Transmeta nennt weitere Astro-Details

10.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kalifornische Chipdesigner Transmeta hat heute weitere Details zu seinem auch unter dem Codenamen "Astro" bekannten kommenden Prozessor "Crusoe TM8000" veröffentlicht. Dieser wird laut John Heinlein, Director of System Marketing, eine leistungsfähigere Version der Code-Morphing-Software enthalten, die für die Übersetzung von x86-Befehlen in die internen VLIW-Instruktionen (Very Long Integer Word) zuständig ist. Die VLIW-Engine wird beim Astro zudem von 128 auf 256 Bit aufgebohrt, die gleichzeitig acht separate 32-bittige x86-Instruktionen abarbeiten kann. Der TM8000 soll damit in der Lage sein, mehr Leistung pro Taktzyklus bei gleichzeitig geringerem Stromverbrauch als andere Mobilprozessoren.

Ferner hat Transmeta den mit integrierter Northbridge bestückten Astro mit drei neuen Bustechniken ausgestattet: Für den Frontside-Bus (FSB) setzt die Firma auf das von AMD entwickelte "Hypertransport". Der TM8000 wird außerdem - bei Abwärtskompatibilität zu DDR244 und DDR300 - DDR-Hauptspeicher (Double Data Rate) mit 400 Megahertz unterstützen. Für die Anbindung eines Grafikbeschleunigers bietet der neue Chip zudem eine AGP4x-Schnittstelle. Die Taktrate des neuen Highend-Crusoe wird nach Angaben von Heinlein in jedem Fall über den 1 Gigahertz des aktuellen Topmodells "TM5800" liegen, eine genaue Zahl wollte der Transmeta-Mann indes nicht nennen.

Auf den Markt kommen soll der Astro im dritten Quartal dieses Jahres. Er wird von Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) in einem 130-Nanometer-Prozess gefertigt und konkurriert vermutlich vor allem mit Intels neuem "Pentium-M", der CPU der "Centrino"-Architektur. Dieser erscheint allerdings schon in diese Woche und hat damit einen gehörigen zeitlichen Vorsprung. (tc)