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Transmeta entlässt 40 Prozent der Belegschaft

19.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Transmeta hat im zweiten Geschäftsquartal weniger Verlust als erwartet ausgewiesen. Trotz eines Umsatzrückgangs von 10,5 Millionen auf 7,5 Millionen Dollar konnte der kalifornische Prozessorhersteller seinen Nettoverlust von 69,3 Millionen auf 35,6 Millionen Dollar fast halbieren.

Dennoch hat das Management angekündigt, 200 Mitarbeiter - das entspricht rund 40 Prozent der gesamten Belegschaft - zu entlassen. Transmeta erhofft sich von dieser Maßnahme, die laufenden Kosten bis zum Jahresende auf 20 Millionen Dollar pro Quartal zu reduzieren. Im zweiten Quartal lagen die Ausgaben bei 38,8 Millionen Dollar. "Wir müssen schlanker werden, wenn wir unser Ziel, bis zum vierten Quartal 2003 profitabel zu sein, erreichen wollen", erklärte President und CEO (Chief Executive Officer) Matthew Perry seine Strategie. "Dabei planen wir sehr konservativ - als sei kein wirtschaftlicher Aufschwung in Sicht." Für das dritte Quartal erwartet Transmeta ein Umsatzwachstum von null bis fünf Prozent.

Um Kosten zu sparen soll auch die ursprünglich geplante Embedded-Version des Notebook-Prozessors "Crusoe" (TM6000) nicht auf den Markt kommen (Computerwoche online berichtete). Statt dessen will Transmeta das aktuelle Modell, den TM5800, verbessern und sich auf die Entwicklung anderer "System-on-a-Chip"-Lösungen verlegen. Firmenvertretern zufolge hat der CPU-Hersteller im zweiten Quartal 19,1 Millionen Dollar für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 17 Millionen Dollar. (sp)