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Toshiba und Fujitsu diskutieren über Chipallianz

22.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Presseberichten führen die beiden japanischen Elektronikkonzerne Toshiba und Fujitsu Gespräche über einen Kooperation im Halbleiterbereich. Wie ein Fujitsu-Sprecher erklärte, diskutieren die beiden Unternehmen über Allianzen und weitere Formen der Zusammenarbeit im Chip-Geschäft. Bislang seien jedoch noch keine Vereinbarungen getroffen worden. Der Konzernvertreter wies aber einen Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun zurück, nach dem Toshiba und Fujitsu planen, ihre Aktivitäten im Bereich System-LSI (Large-scale-Integrated) zusammenzuführen.

Eine ähnliche Kooperation der System-LSI-Sparten hatten am Montag Hitachi und Mitsubishi Electric bekannt gegeben (Computerwoche online berichtete). Durch die Transaktion soll ab Anfang 2003 ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 6,13 Milliarden Euro entstehen und damit der drittgrößte Halbleiterproduzent der Welt nach Intel und Toshiba. Am Mittwoch meldete die Japan Electronics & Information Technology Industries Association, dass die Halbleiterhersteller Fujitsu, Hitachi, Mitsubishi Electric, NEC und Toshiba im Rahmen einer Initiative der japanischen Regierung gemeinsam neue Chiptechnologien entwickeln wollen (Computerwoche online berichtete).

Zentrales Thema ist die Entwicklung von Hochleistungschips, die nur 100 Nanometer dünn sind.

Mit den Zusammenschlüssen versuchen die japanischen Chip-Hersteller wettbewerbsfähig zu bleiben, nachdem die Konkurrenz aus Korea, Taiwan und USA bereits in einigen wichtigen Segmenten steigende Marktanteile verzeichnen. (mb)