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Digitale Plattformen

Top-Manager verkennen die Gefahr der „Uberisierung“

26.04.2016
Unternehmen unterschätzen die Konkurrenz durch branchenfremde Newcomer, die mit digitalen Plattformen in ihren Markt eindringen. Laut einer Studie von Bitkom-Research wissen sechs von zehn Geschäftsführern und Vorstandsmitgliedern nicht, was die Begriffe „Digitale Plattform“ oder „Plattform-Ökonomie“ bedeuten.

Im Zuge der Digitalisierung der Wirtschaft erlangen digitale Plattformen eine immer größere Bedeutung. Sie verändern sowohl die Privatkunden- als auch die Business-to-Business-Märkte. Der herausragende Erfolg einiger dieser Plattformen, allen voran das amerikanische Unternehmen Uber, hat dieser Entwicklung - das Eindringen branchenfremder Newcomer mit digitalen Geschäftsmodellen in etablierte Branchen - die pointierte Bezeichnung "Uberisierung" eingebracht. Viele Top-Manager scheinen allerdings davon noch nichts gehört zu haben. Weniger als die Hälfte von ihnen können mit dem Begriff Plattform-Ökonomie etwas anfangen. Das hat eine repräsentative Umfrage unter 507 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben.

"Die Digitalisierung führt auf vielen Märkten zu grundlegenden Veränderungen der Wettbewerbsbedingungen. Digitale Plattformen spielen dabei eine zentrale Rolle", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Es sei aber wichtig, dass die Unternehmen sich mit diesen Entwicklungen auseinandersetzen und sie bei ihren Entscheidungen berücksichtigen. Von den Top-Managern, denen das Thema Plattform-Ökonomie bekannt ist, gibt die Hälfte an, dass es bereits eine oder mehrere für ihr Unternehmen relevante digitale Plattformen gäbe. Weitere 13 Prozent antworten mit "weiß nicht". Nur 37 Prozent gehen davon aus, dass es bislang keine für ihr Unternehmen bedeutende digitale Plattform gibt.

Uber und Airbnb als neue Plattformen

Besonders hervorstechende Beispiele für digitale Plattformen sind etwa Uber oder Airbnb. Airbnb ist innerhalb weniger Jahre zu einem der weltweit größten Anbieter für die Vermietung von Ferienzimmern und -wohnungen aufgestiegen - ohne eine einzige Immobilie zu besitzen. Uber hat mit der Vermittlung von Personenbeförderungen unterdessen eine Marktkapitalisierung erreicht, die größer ist als die aller Autovermietungen zusammen. Dabei verfügt das Unternehmen über kein einziges eigenes Fahrzeug und ist nichts anderes als eine App.

Andere Online-Plattformen vermitteln Software oder Musik, Immobilien, Jobs oder Kapital per Crowdfunding. Sie generieren ihre Einnahmen unter anderem über Mitglieds- oder Transaktionsgebühren. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter wiederum bringen Anbieter und Nutzer von Inhalten zusammen und schalten zielgenaue Werbung "Unternehmen brauchen in der digitalen Wirtschaft eine Plattform-Strategie. Sie müssen wissen, wie sie sich in diesem veränderten Umfeld bewegen wollen" appelliert Bitkom-Geschäftsführer Rohleder an die Unternehmenslenker.