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Tony Blair hat mit IT nicht viel am Hut

10.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der britische Premierminister Tony Blair hat in einem Parlamentsausschuss zu Protokoll gegeben, dass er auf privater Ebene eher zu den technophoben Zeitgenossen zählt. Hintergrund war die Frage, ob die Regierung ihre angepeilten Sparziele durch den IT-Einsatz erreichen könne, wenn es an grundlegendem Fachwissen im IT-Einkauf mangele. Blair räumte ein, dass sich die Erfolge in Grenzen gehalten hätten - allerdings seien die Projekte der öffentlichen Hand nicht wesentlich erfolgloser als die IT-Vorhaben der Privatwirtschaft verlaufen. Die Frage, ob der Premierminister schon einmal das offizielle Behörden-Portal www.direct.gov.uk aufgerufen habe oder überhaupt die Adresse kenne, nannte Blair Berichten zufolge "unfair". Beides wurde verneint. Dessen ungeachtet bezeichnete Blair die IT als sehr wichtig für den öffentlichen Sektor. Im Herbst 2003 soll Blair seine eigene E-Mail-Adresse bekommen haben, berichtete damals "Spiegel Online". (ajf)