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TK- und Netzverbände beklagen sich bei Monti

23.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Streit um die Liberalisierung des europäischen Telekommunikationsmarktes haben sich mehrere Internetverbände nun direkt an EU-Wettbewerbskommissar Monti gewandt. In ihrer gemeinsamen Petition beklagen sie sich über die ihrer Ansicht nach "gravierenden Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der privaten Anbieter bei Telekommunikations-Mietleitungen in Europa". Zu den Unterzeichnern gehören das Electronic Commerce Forum e.V (eco), der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM), die European Competitive Telecommunications Association (ECTA), die European Internet Service Provider Association (EuroISPA) und die International Telecommunications User Group (INTUG). Der Vorstoß wird zudem von 13 namhaften Carriern wie KPN Quest und Worldcom unterstützt.

Die Verbände und Unternehmen werfen den ehemals staatlichen Telekommunikationsanbietern vor, unter anderem durch überhöhte Mietpreise, unnötige technische Hürden und bewusste Verzögerungen bei der Bereitstellung von Leitungen den Wettbewerb zu behindern. So lägen beispielsweise in Frankreich die Mietleitungskosten doppelt so hoch als europaweit von der EU empfohlen, heißt es in dem Schreiben. Anbieter in Deutschland müssten zudem Wartezeiten von bis zu neun Monaten in Kauf nehmen. Die Verbände forderten die EU-Kommission auf, möglichst schnell europaweit einheitliche Richtlinien für die Vermietung von Teilnehmerleitungen festzulegen. (jw)