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TK-Ausrüster bittet Nokia zur Kasse

06.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der finnische Handy-Riese Nokia soll bis zu 252 Millionen Dollar Lizenzgebühren an den TK-Ausrüster InterDigital Communications zahlen. Wie das Unternehmen aus King of Prussia, Pennsylvania, bekannt gab, ergibt sich dieser Betrag aus dem nun gefällten Urteil eines Schiedsgerichts der Internationalen Handelskammer (ICC = International Chamber of Commerce). Abhängig von den Verkaufszahlen für die von InterDigital-Lizenzen abgedeckten Handys und Basisstationen sowie Nokias Marktposition errechnete das Gremium für die Jahre 2002 und 2003 für Nokia eine Verpflichtung von rund 112 Millionen Dollar. Die für den Zeitraum zwischen Anfang 2004 und Ende 2006 zu zahlende Summe schätzt InterDigital entsprechend auf 120 bis 140 Millionen Dollar - abhängig von Nokias Bereitschaft, eine Vorauszahlungen für die kommenden 18 Monate zu leisten. Die Finnen wollen gegen die Entscheidung der ICC Widerspruch einlegen.

Nokia hatte bereits 1999 die von InterDigital entwickelten Techniken für einen Festpreis von 30 Millionen Dollar für zwei Jahre unter Lizenz genommen. Später gerieten sich die beiden Firmen jedoch über die Höhe der weiteren Zahlungen in die Haare, nachdem InterDigital einen Patentrechtsstreit mit Ericsson für sich entscheiden konnte. (mb)