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TiVo wirtschaftet weiterhin unprofitabel

30.11.2006
TiVo, der US-amerikanische Pionier digitaler Videorekorder, konnte im dritten Fiskalquartal seine Verluste verringern.

Allerdings gewann TiVo aufgrund des harten Wettbewerbs nicht allzu viele neue Kunden; außerdem soll im laufenden Quartal ein höherer Fehlbetrag auflaufen, weil Kunden Rabatte einlösen. Für das am 31. Oktober abgeschlossene Vierteljahr wies TiVo jedenfalls einen Nettoverlust von 11,1 Millionen Dollar oder zwölf Cent pro Aktie aus nach 14,2 Millionen Dollar oder 17 Cent je Anteilschein in der vergleichbaren Vorjahreszeit.

Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich von 49,6 Millionen Dollar um 32 Prozent auf 65,7 Millionen Dollar. Abzüglich der Hardwareverkäufe wuchsen die Service- und Technikeinnahmen um 22 Prozent auf 52,6 Millionen Dollar (Vorjahresquartal: 43,2 Millionen Dollar). Zu Ende des Berichtszeitraums bediente TiVo 4,4 Millionen Kunden, das sind elf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die unter eigenen Namen vermarkteten Abonnements stiegen dabei um 24 Prozent auf 1,6 Millionen, dafür brachte Vermarktungspartner DirecTV erwartungsgemäß weniger TiVo-Boxen unters Volk.

TiVo hatte im Laufe des vergangenen Jahres eine Reihe neuer Features eingeführt, um sich der wachsenden Konkurrenz von Kabel- und Satellitenanbietern zu erwehren. Am Dienstag kündigte es etwa an, künftig Werbung am Ende von TV-Aufzeichnungen zu verkaufen.

Für das laufende vierte Quartal erwartet TiVo einen Fehlbetrag von 33 bis 38 Millionen Dollar im Vergleich zu 21,1 Millionen Dollar in der Vorjahreszeit. Außerdem gab die Firma ihren ersten Distributionsvertrag außerhalb der USA bekannt: Cablevision SA, der größte Kabelnetzbetreiber in Mexiko-Stadt, wird seinen Kunden künftig TiVo-Geräte anbieten. Ähnliche Deals werde man auch anderswo einzustielen versuchen, sagte Firmenchef Tom Rogers. (tc)