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TiVo will das Fernsehen neu erfinden

17.12.1998
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eine kleine Startup-Firma namens TiVo Inc. ist angetreten, um das Fernsehen zu revolutionieren. Das soll die "TiVo Box" übernehmen, die eigentlich wie ein ganz normaler Videorekorder aussieht. Sie speichert die eingehenden Fernsehsignale in digitaler Form (was künftig durch Digitalfernsehen noch deutlich einfacher wird) und gibt sie bei Bedarf wieder. Ein Beispiel: Während ein Zuschauer seine Lieblingsserie schaut, klingelt das Telefon. Nach Beendigung des Gesprächs drückt er die "Rückspultaste" und sieht sich den Rest an, ohne etwas zu verpassen. Darüber hinaus soll die TiVo-Box ausführliche regionale Programmhinweise über ein integriertes Modem empfangen und die besonderen Vorlieben ihrer Benutzer speichern und berücksichtigen. Die Geräte sollen in den USA im ersten Quartal 1999 zu Niedrigpreisen auf den Markt kommen. Geld verdienen will die Firma langfristig mit

ihren auf Abonnement-Basis angebotenen Dienstleistungen. Hinter TiVo stecken zwei alte Hasen der Branche: CEO und President Michael Ramsay war früher Chef der Abteilung Silicon Desktop bei Silicon Graphics (SGI). Seinen Chief Technical Officer (CTO) und Vice-President James Barton kennt er von Digital Solutions, einem ehemaligen Joint-venture von SGI mit AT&T.