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TiVo kann Verluste weiter senken

23.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - TiVo gelang es in seinem ersten Geschäftsquartal, die Einnahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als zu verdoppeln und den Verlust deutlich zu senken. Der kalifornische Anbieter von digitalen Videorekordern (DVR) erwirtschaftete in den Monaten Februar, März und April 28,5 Millionen Dollar Umsatz, verglichen mit nur 13 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum 2002. Zum Vergleich: Im vorangegangenen vierten Geschäftsquartal hatten die Erlöse 13,7 Millionen Dollar betragen (Computerwoche online berichtete) Gleichzeitig schrumpfte der Nettofehlbetrag gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 35,2 Millionen auf 7,9 Millionen oder zwölf (74) Cent pro Aktie. Die von Thomson First Call befragten Finanzexperten hatten im Vorfeld im Schnitt damit gerechnet, dass TiVo bei 15 Millionen Dollar Umsatz

einen Verlust von 22 Cent pro Aktie ausweisen wird.

Als Grund für die neuen Rekordergebnisse sieht das 1997 gegründete Unternehmen die steigende Nachfrage nach seinem Abo-Service. Mit der Option, sich ein eigenes TV-Wunschprogramm zusammenzustellen und die Sendungen anschließend zeitverzögert ohne Werbeblöcke anzusehen, konnte TiVo allein im abgelaufenen Geschäftsquartal 79.000 neue Kunden hinzu gewinnen - fast doppelt so viele wie im Vorjahresquartal (42.000). Insgesamt betreute der Anbieter Ende April rund 703.000 Abonnenten, bis Jahresende sollen es eine Million Kunden werden. Ein Ende der Verluststrecke ist dagegen noch nicht in Sicht. TiVo geht vielmehr davon aus, im laufenden Geschäftsjahr ein operatives Minus von 27 bis 38 Millionen Dollar zu schreiben. Branchenbeobachter befürchten daher, dass der Company vor dem Break-even das Geld ausgeht, als potenzieller Aufkäufer wird unter anderem Apple gehandelt. (mb)