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Tiscali reduziert Nettoverlust

24.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Tiscali gelang es, im Geschäftsjahr 2002 seinen Nettoverlust deutlich zu senken: Das Defizit des drittgrößten europäischen Internet-Anbieter nach T-Online und Wanadoo ging im Vergleich zum Vorjahr von 1,66 Milliarden auf 593,1 Millionen Euro zurück. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnten die Italiener - wie bereits Mitte Februar (berichtet) - mit rund einer Million Euro die Gewinnzone erreichen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen aus Cagliari, Sardinien, noch einen EBITDA-Verlust von 170,4 Millionen Euro verbucht. Im laufenden Jahr soll auch das Ergebnis nach Steuern und Zinsen, aber ohne Berücksichtigung der Firmenwertabschreibungen, positiv ausfallen. Wegen des anhaltenden Berichtigungsbedarfs rechnet Finanzchef Massimo Cristofori allerdings frühestens ab 2005 mit

einem "echten" Nettogewinn.

Der Umsatz soll im laufenden Geschäftsjahr um 20 Prozent auf 900 Millionen Euro wachsen, nachdem Tiscali 2002 seine Einnahmen im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 748,4 Millionen Euro steigern konnte. Der Internet-Anbieter hofft unter anderem, bis Jahresende rund 600.000 neue DSL-Kunden zu werben. Ende 2002 lag die Zahl noch bei 214.000 Breitband-Nutzern. (mb)