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Google Maps

Tipps und Tricks für Googles Kartendienst

Simon verantwortet auf Computerwoche online redaktionell leitend überwiegend alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz. Er entwickelt darüber hinaus innovative Darstellungsformate, beschäftigt sich besonders gerne mit Datenanalyse und -visualisierung und steht für Reportagen und Interviews vor der Kamera. Außerdem betreut der studierte Media Producer den täglichen Früh-Newsletter der Computerwoche. Aufgaben in der Traffic- und Keyword-Analyse, dem Content Management sowie die inoffizielle Funktion "redaktioneller Fußballexperte" runden sein Profil ab.
Landkarten können viel mehr als nur Wege zu weisen. Wir zeigen die versteckten Funktionen von Google Maps.

Google Maps ist nicht nur die digitale Replik einer gedruckten Städte- und Landkarte. Es ist Reiseplaner, Urlaubshilfe und Empfehlungsmaschine zugleich. Unsere Tipps verraten, wie Sie wirklich alles aus dem Google-Kartendienst herausholen.

Google Maps kann mehr, als viele Nutzer wissen.
Google Maps kann mehr, als viele Nutzer wissen.
Foto: Roman Pyshchyk / Shutterstock.com

Offlinekarten

Einer aktuellen Umfrage von Intel Security zufolge sucht sich jeder zweite Deutsche sein Urlaubsziel inzwischen danach aus, ob er dort Handyempfang und damit auch Internet hat. Aber auch die Im-Urlaub-Offline-Bleiber müssen die Dienste von Google Maps nicht mehr missen. Einfach vor der Reise die gewünschten Karten für den Offline-Gebrauch herunterladen und selbst auf dem Mond hätte man dann noch den vollen Durchblick. Einfach den gewünschten Kartenausschnitt auswählen und dann über Einstellungen - Offlinekarten herunterladen. Auf Wunsch synchronisiert Google Maps bestimmte Bereiche auch automatisch für den Offline-Gebrauch. Achtung: Die herunterzuladenden Daten können exorbitante Größen erreichen.

Geräteübergreifende Routenplanung

Wer Google Maps auf mehreren Geräten verwendet - beispielsweise auf dem Desktop-PC und auf dem Smartphone, kann markierte Punkte samt Routenplanungen einfach von einem Device auf das andere übertragen. Planen Sie die Strecke am Büro- oder Heimrechner und klicken Sie dann im Seitenmenü der gewünschten Location "An mein Smartphone senden" - hier tauchen alle Geräte auf, die Sie mit Ihrem Google-Konto verbunden haben. Nun können Sie von unterwegs mit der Streckenplanung weitermachen.

Senden Sie Orte und Routen auch an Ihre Mobilgeräte.
Senden Sie Orte und Routen auch an Ihre Mobilgeräte.

Wenn Sie ein Auto haben, dessen Infotainmentsystem Google Maps unterstützt, können Sie sich das Ganze auch dorthin senden lassen. Achtung: Es handelt sich hier nicht um das Feature "Android Auto"! Wenn Sie statt "An mein Smartphone senden" auf "Teilen" klicken, können Sie ausgewählte Orte übrigens auf anderen Websites einbinden - das bietet sich beispielsweise für Familienfeiern oder andere Anlässe an, zu denen viele Gäste von weit her anreisen.

Zeitachse mit Standortverlauf

Google Maps verfolgt und überwacht Sie Schritt für Schritt - mit dem Feature "Zeitachse". Hierüber können Sie sich die Orte anzeigen lassen, an denen Sie sich bereits aufgehalten haben (vorausgesetzt, Sie hatten an diesen Orten einen Google-Dienst in Benutzung). Datenschützer schreien zwar auf, nützlich ist das Feature aber beispielsweise, wenn Sie sich nicht mehr genau erinnern, wie das Geschäft hieß, in dem Sie letzten Mittwoch dieses eine tolle Produkt entdeckten. Wer Google Photos nutzt und an den vermerkten Orten Fotos gemacht hat, bekommt diese ebenfalls angezeigt. Die Zeitachsen-Funktion ist standardmäßig aktiviert, kann aber ausgeschaltet werden. Auch lässt sich der gespeicherte Verlauf löschen.

Über die Funktion "Zeitachse" lässt sich genau verfolgen, wann der Nutzer wo gewesen ist (vorausgesetzt, das Feature ist aktiviert und der Verlauf nicht geleert - wie es hier aber der Fall ist).
Über die Funktion "Zeitachse" lässt sich genau verfolgen, wann der Nutzer wo gewesen ist (vorausgesetzt, das Feature ist aktiviert und der Verlauf nicht geleert - wie es hier aber der Fall ist).

Werden Sie zum "Local Guide"

"Zeige anderen deine Welt auf Google Maps" wirbt Google für sein "Local Guide"-Programm. Ziel der Aktion ist, die Zahl der Bewertungen und Informationen zu einzelnen Locations zu steigern. Als Belohnung für das Posten von Fotos, das Eintragen neuer Restaurants, das Ergänzen bestehender Location-Informationen und das Beantworten von Fragen über Orte, an denen Sie gewesen sind, winken Gimmicks wie kostenloser Onlinespeicher und die Einladung zum Betatest neuer Google-Features. Wer "Local Guide" werden möchte, sollte den Standortverlauf aktiviert haben und auch die Push-Benachrichtigungen einschalten, um Vorschläge für zu bewertende Orte zu erhalten.

Als "Local Guide" bewerten Sie regelmäßig Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder Hotels.
Als "Local Guide" bewerten Sie regelmäßig Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder Hotels.

Entlang der Route suchen

Heißhunger bekommen? Tank fast leer? Wer mit dem Auto unterwegs ist und während der Fahrt schnell wissen will, wo sich die nächste Tankstelle, das nächste Fast-Food-Restaurant oder das nächste Café befindet, kann mit Google Maps live entlang der Route danach suchen. Per Sprachsteuerung oder - im Falle eines Beifahrers - auch manuell mit weitergehenden Detailinfos über Speiseangebote und Spritpreise.

Alles zum öffentlichen Nahverkehr

Wer in einer größeren Stadt mit einem U-, S- oder Straßenbahnnetz unterwegs ist, findet auf Google aktuelle Abfahrts-, Ankunfts- und Fahrzeiten für einzelne Haltestellen und Bahnhöfe. Besonders praktisch ist das dann, wenn man im Ausland unterwegs ist und sich nicht durch unzählige fremdsprachige Websites wühlen möchte, um zu erfahren, wie man auch ohne Auto oder Taxi von A nach B kommt.

U-Bahn? Bus? Tram? Google Maps hilft bei der ÖPNV-Planung.
U-Bahn? Bus? Tram? Google Maps hilft bei der ÖPNV-Planung.

Gefilterte Routenplanung

Sie müssen nicht immer überall mit dem Auto hinfahren. Der Google-Maps-Routenplaner bezieht ebenso gerne öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad- und Fußwege mit ein. Auch lassen sich Autobahnen, Mautstraßen und Fähren ausschließen, um etwas Geld zu sparen.

Strecken lassen sich filtern.
Strecken lassen sich filtern.

Mobil auf die Straße

Das in früheren Jahren heftigst diskutierte Google Street View ist auf dem Smartphone gar nicht so leicht zu bedienen. Um es zu starten, berühren Sie den gewünschten Punkt auf der Karte und halten die Stelle solange gedrückt, bis ein Marker erscheint. Sollte dann links unten ein Street-View-Vorschaubild erscheinen, liegen entsprechende Daten vor und Sie können mit einer Berührung des Fotos Street View ausführen. Im Ansichtsmodus weisen Ihnen dann blaue Linien auf dem Bildschirm den Weg in alle Richtungen, in die Sie sich frei bewegen können.

Örtliche Highlights entdecken

Google Maps wandelt sich zunehmend zum Touristen-Ratgeber, der sehenswerte Orte und Plätze vorstellt. Einfach einen Ort markieren und im Seitenmenü auf "In der Nähe" klicken - schon bekommen Sie dann wahlweise Restaurants, Hotels sowie Bars und Kneipen in der Nähe angezeigt.

"In der Nähe" bringt Ihnen Sehenswerte in der Umgebung.
"In der Nähe" bringt Ihnen Sehenswerte in der Umgebung.

Labels hinzufügen

Wem die vorgegebenen Lokalitäten nicht genügen, der kann natürlich auch eigene eintragen, die sich dann später über den Menüpunkt "Meine Orte" wiederfinden lassen. Wohn- und Arbeitsorte lassen sich hinterlegen, um beispielsweise die Routenplanung zu vereinfachen und einen standardisierten Start- oder Zielort festzulegen.

Über "Meine Orte" finden Sie alle von Ihnen markierten Locations.
Über "Meine Orte" finden Sie alle von Ihnen markierten Locations.