Den Prozess möglichst schmerzfrei gestalten

Tipps für einen fairen Personalabbau

Renate Oettinger ist Diplom-Kauffrau Dr. rer. pol. und arbeitet als freiberufliche Autorin, Lektorin und Textchefin in München. Ihre Fachbereiche sind Wirtschaft, Recht und IT.

Zu ihren Kunden zählen neben den IDG-Redaktionen CIO, Computerwoche, TecChannel und ChannelPartner auch Siemens, Daimler und HypoVereinsbank sowie die Verlage Campus, Springer und Wolters Kluwer.
Stehen Entlassungen an, ist es ratsam, sich bereits im Vorfeld die daraus resultierende Mehrbelastung bewusst zu machen, denn dies hilft, Fehler zu vermeiden. Frank Adensam zeigt, wie Sie vorgehen sollten.

Der Autor Frank Adensam ist Inhaber der Adensam Managementberatung.

Fotolia, Yantra
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Foto: Fotolia, Yantra

Personal abbauen - vor dieser Herausforderung wird auch in den kommenden Monaten eine große Zahl von Unternehmen stehen. Darunter werden am meisten die gekündigten Mitarbeiter leiden. Aber auch auf die Personen, die im Unternehmen verbleiben, kommt eine emotionale und reale Mehrbelastung zu - ganz gleich, welche Funktion sie im Unternehmen haben.

"Hoffentlich ist die Wirtschaftskrise endlich vorüber - zumindest insoweit, als wieder neue Aufträge hiereinkommen und wir unser Personal auslasten können; des Weiteren, dass in absehbarer Zeit wieder Geld in die Firmenkasse fließt." Dieses Stoßgebet senden zurzeit viele Unternehmensführer gen Himmel. Denn sie wissen: Wenn nicht bald frisches Geld in die Kasse kommt, können wir unsere Mitarbeiter nur noch für eine begrenzte Zeit halten - auch diejenigen, die aktuell in Kurzarbeit sind. Dann müssen wir wohl oder übel Personal abbauen.

Diese Entscheidung trifft kein Unternehmensführer gern. Auch weil er weiß: Mit dieser Entscheidung kommt auf mich und das Unternehmen zunächst einmal eine hohe Mehrbelastung zu. Dies gilt aber auch für alle anderen mehr oder minder stark betroffenen Personen - selbst wenn sie nicht zu den Gekündigten zählen. Entsprechend nützlich ist es im Vorfeld einer solchen Entscheidung, sich die daraus resultierende Mehrbelastung bewusst zu machen. Denn dies hilft, Fehler zu vermeiden.