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Tipps für die Online-Bewerbung

20.08.2014
Von 


Renate Oettinger war Diplom-Kauffrau Dr. rer. pol. und arbeitete als freiberufliche Autorin, Lektorin und Textchefin in München. Ihre Fachbereiche waren Wirtschaft, Recht und IT. Zu ihren Kunden zählten neben den IDG-Redaktionen CIO, Computerwoche, TecChannel und ChannelPartner auch Siemens, Daimler und HypoVereinsbank sowie die Verlage Campus, Springer und Wolters Kluwer. Am 29. Januar 2021 ist Renate Oettinger verstorben.

Sorgfältig aufbereitete Bewerbungsdokumente

Scannen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen möglichst einheitlich ein - also zum Beispiel nicht in allen möglichen, eventuell sogar exotischen Dateiformaten. Generell gilt: Das Volumen der Dateien sollte nicht zu groß sein. Als Limit werden 1 MB pro Anlage und insgesamt maximal 5 MB empfohlen. Auf keinen Fall sollten Sie Unternehmen zip-Dateien senden. Denn diese verursachen in den Personalab-teilungen zusätzlichen Bearbeitungsaufwand.

Achten Sie darauf, dass alle Attachments einen sinnstiftenden Dateinamen haben. Ihr Name sollte darin enthalten sein. Nennen Sie die Datei, die Ihren Lebenslauf zum Inhalt hat, also nicht schlicht "CV", sondern zum Beispiel "Mustermann_Max_CV". Auch das erleichtert dem Adressaten das Bearbeiten Ihrer Bewerbung.

Die passende E-Mail-Adresse

Versenden Sie Ihre Bewerbung von einem E-Mail-Account, den Sie regelmäßig überprüfen können. Unternehmen gehen davon aus, dass Bewerber einmal pro Tag ihre E-Mail-Postfächer auf neue Eingänge hin checken. Sollten Sie länger abwesend sein, richten Sie einen "Abwesenheitsassistenten" ein, der dem Mail-Versender mitteilt, dass Sie in einem bestimmten Zeitraum per E-Mail nicht erreichbar sind.

Achten Sie beim Einrichten Ihres Postfaches auf eine "klare" Adresse. Falls die Adresse "IhrVornameNachnahme@provider.de" bereits belegt ist, verwenden Sie eine Kurzform Ihres Namens. Vermeiden sollten Sie aus Seriositätsgründen E-Mail-Adressen wie "baerchen69@provider.de". Ebenfalls ungünstig ist es, die E-Mail-Adresse einer anderen Person - zum Beispiel eines Bekannten oder Verwandten - zu verwenden. Denn dann besteht die Gefahr, nicht "für voll genommen" zu werden. Ein "No go" ist es auch, eine Online-Bewerbung vom Unternehmensserver des aktuellen Arbeitgebers zu versenden.

Erreichbar sein

Auch die Mail-Adresse, an die Sie Ihre Bewerbung senden, sollte - sofern möglich - den Namen einer konkreten Person enthalten. Das Versenden der Bewerbungsunterlagen an eine anonyme Unternehmensadresse (info@firma-xy.de) kann dazu führen, dass diese untergehen oder erst mit Verzögerung bei der Personalabteilung oder dem zuständigen Personalbearbeiter eingehen.

Löschen Sie in Ihrem Postfach regelmäßig die nicht mehr benötigten Mails, da manche Anbieter eine Speicherplatzbeschränkung haben. Sonst könnte eine positive Resonanz auf Ihre Bewerbung "verpuffen", weil diese nicht Ihr Postfach erreicht. Neben der E-Mail-Adresse sollten Sie vorsorglich auch die vollständige Postanschrift (inklusive Telefon- und eventuell Fax-Nummer) angeben. Es empfiehlt sich, die Adressdaten außer im Anschreiben auch im Lebenslauf unter "Persönliche Daten" aufzuführen.

Grundsätzlich lautet die Empfehlung: Übermitteln Sie alle Dokumente in einer unveränderbaren und in einer für Computerviren möglichst unanfälligen Form an den Adressaten (also zum Beispiel im PDF-Format). Sollte aus irgendeinem Grund beispielsweise ein Lebenslauf im Word-Format verlangt sein, achten Sie beim Erstellen der Datei auf die sinnvolle Verwendung der Formatierungszeichen (unter anderem Absatzzeichen, Tabulatoren). Schon manch Bewerber, der seine Office-Kenntnisse als "sehr gut" bezeichnete, wurde durch das Einblenden der Formatierungszeichen als "Dilettant" entlarvt.

Nach dem Absenden Ihrer Unterlagen

Wenn Sie Ihre Unterlagen elektronisch versenden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie auf demselben Weg eine Eingangsbestätigung erhalten - häufig in automatisierter Form. Geben Sie sich damit zufrieden. Denn ein (wiederholtes) Nachhaken in diesem Punkt ist keine gute Werbung in eigener Sache, da Sie dem Unternehmen unterstellen, die Prozesse nicht im Griff zu haben.

Sollten Sie Unterlagen nachreichen (zum Beispiel ein nachträglich ausgestelltes Arbeitszeugnis), dann tun Sie dies bitte individuell - keinesfalls mit einem "Massenverteiler" an alle Unternehmen, bei denen Sie Bewerbungen am Laufen haben. Die Unternehmen erachten es zwar als selbstverständlich, dass Sie als Stellensucher mehrere "Eisen im Feuer" haben. Doch es sollte nicht jeder wissen, in welchen "Feuern" sich Ihre "Eisen" gerade befinden. (oe)

Kontakt:

Der Autor Alexander Walz ist Geschäftsführer der Personal- und Managementberatung Conciliat GmbH, Stuttgart, www.conciliat.de. Tel.: 0711 224518-0, E-Mail: Walz.Alexander@conciliat.de