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Tim Gill steigt bei Quark aus

27.10.2000
Tim Gill, Mitbegründer der auf Publishing-Software spezialisierten Company Quark, steigt aus und verkauft seinen 50-prozentigen Firmenanteil. Den Erlös steckt er in seine Stiftung, die für Homo-, Bi- und Transsexuelle eintritt.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Tim Gill, Gründer und zuletzt Chairman von Quark ("Xpress"), legt sein Amt nieder und verkauft seinen 50-prozentigen Anteil an der auf Publishing-Software spezialisierten US-Company. Der Löwenanteil des Erlöses will der bekennende Schwule der von ihm selbst vor sechs Jahren ins Leben gerufenen Gill Foundation zukommen lassen, die sich für die Rechte und Belange von Homo-, Bi- und Transsexuellen engagiert. Ende vergangenen Jahres verfügte die Stiftung über Mittel in Höhe von 163 Millionen Dollar. "Ich bin stolz auf die Arbeit von Quark und rechne damit, dass seine Position als führendes Softwarehaus bestehen bleibt", erklärte Gill. "Aber meine Leidenschaft gilt nun der Philanthropie."

Einen Nachfolger für Gill als Chairman hat Quark noch nicht bestimmt. Firmensprecher Glen Turpin erklärte, dass Vice President Kamar Aulakh die Leitung der Entwicklung übernehmen werde. Wer Gills 50 Prozent gekauft hat, ist nicht bekannt. Zumindest die "Denver Post" will erfahren haben, dass Chief Executive Officer (CEO) Fred Ebrahimi der Glückliche sein soll. Ihm gehörte zuvor schon die andere Hälfte von Quark, die er 1986 von Gill gekauft hatte. Gill hatte Quark 1981 mit einem 2000-Dollar-Kredit von seinen Eltern gegründet. Gegenwärtig beschäftigt die Softwareschmiede rund 700 Mitarbeiter.