Steve-Jobs-Nachfolger

Tim Cook drückt Apple seinen Stempel auf

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Der neue CEO Tim Cook hat versprochen, dass Apple sich unter seiner Führung nicht verändern werde. Aber natürlich macht er manche Dinge anders als Steve Jobs.
Apple-Chef Tim Cook
Apple-Chef Tim Cook
Foto: Apple

Cook habe sich beispielsweise in den letzten Wochen um Verwaltungskram gekümmert, für den sich Jobs nie interessiert hatte, etwa Beförderungen und Reporting-Strukturen, schreibt das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Der 50-Jährige sei außerdem gegenüber der Belegschaft kommunikativer als Apple-Mitgründer Jobs und habe bereits mehrere firmenweite Rund-Mails verschickt, in denen er die Mitarbeiter als "Team" adressierte.

Eine weitere Neuerung, die Tim Cook eingeführt hat, ist dem Bericht zufolge ein neues Wohltätigkeitsprogramm - wenn Mitarbeiter an gemeinnützige Organisationen spenden, legt Apple künftig noch einmal den gleichen Betrag drauf (maximal 10.000 Dollar pro Jahr, zunächst nur in den USA). Jobs hingegen hatte sich erst bei einem Firmen-Offsite im vergangenen Jahr dagegen ausgesprochen, Geld zu verschenken, habe ein Teilnehmer berichtet.

Am "großen Ganzen" Apple dürfte sich aber trotzdem nicht viel ändern unter Tim Cook - der sei kein Fan von Reorganisationen, schreibt das "Journal" weiter, und glaube fest an die Firmenkultur, die besonderen Wert auf Produktentwicklung, Design und Geheimniskrämerei lege. Dennoch habe es den Anschein, als werde der neue CEO ein wenig Disziplin dort einführen, wo jahrelang der Bauch von Steve Jobs entschieden habe.