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Tibco verkuppelt RFID und Enterprise-Software

26.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Daten aus der RFID-Umgebung in andere Unternehmensanwendungen zu integrieren ist die Aufgabe einer neuen Software von Tibco Software Inc., Palo Alto, Kalifornien. "RFID Interchange", wie Tibco das Produkt nennt, ist ab sofort verfügbar. Laut Anbieter hilft es Unternehmen, die mit der berührungslosen Identifikation über Radiowellen (im Fachjargon: Radio Frequency Identification oder RFID) arbeiten, die von den Funketiketten abgenommenen Daten in den Enterprise-Anwendungen weiterzuverarbeiten.

In der RFID-Technik prallt die physische Welt der Etiketten, Drucker und Lesegeräte auf die logische Welt der Daten, Geschäftsprozesse und Applikationen. Gleichzeitig müssen Ereignisse wie der Durchlauf eines gekennzeichneten Produkts zu Informationen über Bestellmengen, Lieferfristen und Lagerbestand in Bezug gesetzt werden. Die neue Tibco-Software soll diese Vermittlungsaufgabe übernehmen. Auf diese Weise verbindet sie beispielsweise das Lager-Management mit der Auftragsabwicklung ("Order Fulfillment") und ermöglicht die Transparenz über die gesamte Lieferkette.

RFID Interchange entspricht den unter der Bezeichnung Application Level Event (ALE) zusammengefassten Spezifikationen des Standardisierungsgremiums EPC Global, so Tibco. Die Software sei in der Lage, Echtzeit-Informationen von einer Reihe "führender" RFID-Lesegeräte und -drucker zu verarbeiten. Die mitgelieferten Geschäftsprozess-Templates ließen sich an den jeweiligen Distributionsablauf und die Compliance-Anforderungen verschiedener Handelsketten anpassen. Einer der ersten Anwender des Produkts sei der Logistikdienstleister TNT Logistics. (qua)