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Tibco meldet Umsatz- und Gewinnschwund

24.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der EAI-Softwareanbieter (Enterprise Application Integration) Tibco hat für das Ende Februar abgeschlossene erste Quartal seines laufenden Geschäftsjahres einen Umsatzrückgang um fast 15 Prozent auf 63,7 Millionen Dollar gemeldet. Als Reingewinn wies Tibco 1,7 Millionen Dollar oder 1 Cent pro Aktie aus im Vergleich zu 3,4 Millionen Dollar entsprechend zwei Cent je Anteilschein im Vorjahreszeitraum. Der Aktienkurs von Tibco gab am Freitag um mehr als fünf Prozent auf 4,60 Dollar nach und ist damit nicht mehr weit entfernt von seinem 52-Wochen-Tief von 3,28 Dollar (52-Wochen-Hoch: 13,38 Dollar).

CEO und Chairman Videk Ranadive bezeichnete das Umfeld für den Verkauf von Unternehmenssoftware als "anhaltend herausfordernd". Allerdings kann sich Tibco angesichts seiner Bilanz noch halbwegs beruhigt zurücklehnen - das Unternehmen besitzt Barreserven von 110 Millionen Dollar sowie 542,4 Millionen Dollar in kurzfristigen Anlagen. Im abgeschlossenen Quartal konnte Tibco nach eigenen Angaben 77 neue Kunden gewinnen und bedient damit inwischen rund 1900 Firmen.

In letzter Zeit hatte die Firma einige Schlagzeilen mit der Verteidigung ihres proprietären Application Servers gemacht. Konkurrent Seebeyond plant einen Integrations-Server auf Basis von J2EE (Java 2 Enterprise Edition) und hält dieses Konzept für dem von Tibco überlegen, was der Rivale selbstverständlich von sich weist. Tibco werkelt laut "Computerwire" unterdessen an einem neuen Produkt namens "Businessfactor", das Überwachung, Nutzung und Verwaltung von Geschäftsprozessen in Echtzeit ermöglichen soll. (tc)