Tibco bastelt am Predictive Enterprise

07.07.2006
Service-orientierte Architekturen (SOA), gepaart mit Complex Event Processing (CEP) und Business Process Management, ermöglichen das vorausschauende Unternehmen.

Ereignismuster echtzeitnah erkennen und Reaktionen anstoßen - so beschreibt Wolfgang Kelz vom US-amerikanischen Softwareanbieter Tibco die Kernfunktionen von Complex Event Processing (CEP). Die auch unter dem Begriff Ereignis-orientierte Verarbeitung bekannte Softwarekategorie ist zwar nicht ganz neu, gewinnt aber im Zusammenhang mit Service-orientierten Architekturen (SOA) an Bedeutung. Ziel ist eine Art Radarsystem für das Management, das es erlaubt, schneller auf Veränderungen zu reagieren.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Wie kann ein Mobilfunkanbieter in Echtzeit erkennen, wenn ein Service nicht korrekt funktioniert? Wie erfährt eine Online-Bank rechtzeitig, wenn plötzlich mehr Kreditanträge als üblich storniert werden? Wie erkennt ein Online-Anbieter neue Trends im Kaufverhalten der Kunden? Solche Fragen ließen sich mit Hilfe von CEP-Systemen beantworten, wirbt der Tibco-Manager. Im Gegensatz zu herkömmlichen Business-Activity-Monitoring- (BAM-)Lösungen erkenne CEP nicht nur einzelne Ereignisse, wie etwa die Stornierung eines Kreditantrags. Vielmehr aggregiere und korreliere die Software daraus Ereignismuster und Ereignisketten. Weichen diese von zuvor beschriebenen Zuständen ab, könne das System automatisch Reaktionen anstoßen. In seinem Produkt "Tibco BusinessEvents" nutzt der Anbieter dazu eine CEP Engine, in der sich Regeln für definierte Zustände hinterlegen lassen.

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