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TI trumpft auf

21.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dem US-Halbleiterkonzern Texas Instruments (TI) gelang es im dritten Quartal 2003, selbst optimistische Prognosen zu übertreffen. Auch der Ausblick des Unternehmen aus Dallas für den laufenden Dreimonatszeitraum ist vielversprechend.

TI steigerte im aktuellen Berichtszeitraum seinen Nettogewinn gegenüber dem Vorjahresquartal von 188 Millionen auf 447 Millionen Dollar oder 25 (elf) Cent je Aktie. Der Konzern profitierte dabei von einem Sondererlös von 106 Millionen Dollar aus dem Verkauf von Micron-Aktien. Die Einnahmen kletterten im dritten Quartal um 13 Prozent von 2,25 Milliarden auf 2,53 Milliarden Dollar. Dabei verbuchten die Texaner im Halbleitergeschäft einen Zuwachs von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Bereich Breitband-Chips stiegen die Erlöse um 74 Prozent, die Einnahmen mit Wireless-Chips erhöhten sich um 30 Prozent.

Mit den vorgelegten Zahlen übertraf TI sowohl die eigenen Prognosen wie auch die Erwartungen der meisten Analysten deutlich: Der Konzern hatte im September seine Umsatzprognose auf 2,39 bis 2,49 Milliarden Dollar eingeengt. Einschließlich des Erlöses von 13 Cent je Titel aus dem Verkauf von 24,7 Millionen Micron-Aktien rechnete TI damals mit einem Nettoprofit von 20 bis 22 Cent pro Aktie (Computerwoche online berichtete). Laut Umfrage von Thomson First Call erwarteten die Analysten im Vorfeld, dass TI lediglich einen Pro-forma-Gewinn von neun Cent je Aktie bei 2,44 Milliarden Dollar Umsatz erzielt.

Finanzchef Kevin March geht davon aus, dass sich die positive Entwicklung im laufenden vierten Quartal fortsetzt - nicht zuletzt, da der Auftragseingang im Berichtszeitraum um 21 Prozent höher als im vorangegangen Quartal ausfiel. Die Company erwartet in den Monaten Oktober, November und Dezember einen Umsatz zwischen 2,49 und 2,7 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn soll 14 bis 19 Cent je Aktie betragen. (mb)