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Hardware

Thin Clients – Mythos und Wahrheit

Thomas Fischer schreibt seit über 20 Jahren für unterschiedliche namhafte PC-Zeitschriften über IT-Themen sowie Business-Software, war beteiligt an der Entwicklung von Konzepten neuer IT-Magazine und arbeite mehrere Jahre in einem Verlag im Bereich Corporate Publishing. Sein Slogan ist: Technik einfach erklärt..
Die Praxis zeigt, dass in den Büros der meisten Unternehmen zunehmend mobile Geräte dominieren. IT-Experten blicken auf diesen Trend aber mit Skepsis. Denn sie wissen um das Potenzial moderner Thin-Client-Hardware: Einfache Administrierung und Bedienung, perfekte Abstimmung auf die Arbeitsaufgaben sowie hohe Sicherheit sind gute Gründe, am Arbeitsplatz der Zukunft verstärkt Thin Clients einzusetzen.

Im Auftrag von Dell führte das renommierte, in England ansässige Marktforschungsunternehmen Freeform Dynamics Ende des Jahres 2015 eine Umfrage unter 220 professionellen IT-Nutzern durch. Ziel war es, die Gründe für das geringe Interesse an der Verwendung von Thin Clients in Büroumgebungen zu erfragen. Eine wichtige und zugleich erstaunliche Erkenntnis der Studie lässt aufhorchen: Das Wissen der meisten Befragten zur Thin-Client-Technologie ist alles andere als up to date. Stattdessen beruhen ihre Antworten oft auf einem veralteten Stand zum Thema Thin Clients. Das gilt auch für die Befragten, die nach eigener Aussage der Thin-Client-Technologie unvoreingenommen gegenüberstehen.

Vorteile von Thin Clients erkennen und nutzen

Zugleich zeigt die Studie aber auch, dass ein wachsender Bedarf nach möglichst hoher IT-Sicherheit besteht. Genau diese Ansprüche erfüllen Zero Client- sowie Dell Wyse ThinOS-Lösungen. Für Unternehmen lohnt es sich daher, solche ultrasicheren Thin-Client-Lösungen in ihre IT-Umgebung zu integrieren. In der Umfrage vertraten beispielsweise 77 Prozent die Meinung, dass die IT-Sicherheit der größte Treiber für die Einführung von hardwarebasierten Thin-Client-Lösungen ist.

Foto: Thin Client Devices Revisited, Freeform Dynamics, www.freeformdynamics.com

Zu einem ganz ähnlichen Ergebnis kommt eine weitere Studie, die Ende des Jahres 2015 veröffentlicht wurde, der "Dell Security Survey 2015". Auch darin wird deutlich, dass die Sicherheitsbedenken bei den IT-Führungskräften in den Unternehmen mehr und mehr zunehmen. Natürlich beeinflussen solche Bedenken letztendlich die Entscheidungen der Unternehmen in allen Branchen, welches IT-Equipment anzuschaffen ist. So investieren Branchen wie das Gesundheitswesen oder der Finanzdienstleistungssektor, die besonders hohe Sicherheitsansprüche erfüllen müssen, durchweg in sichere Thin-Client-Technologien. Denn sie wissen genau, dass damit ihre Glaubwürdigkeit im Bereich der IT-Sicherheit auch nach außen jeder Prüfung standhält.

Die wichtigsten Vorteile von Thin Clients im Vergleich zu herkömmlichen Desktop-Lösungen - im IT-Jargon oft auch scherzhaft "Fat-Clients" genannt - sind:

  • Hohe Sicherheit: Thin Clients haben keinen Datenspeicher wie etwa eine Festplatte eingebaut. Schnittstellen zur Außenwelt sind vom IT-Personal entsprechend den Richtlinien des Unternehmens konfiguriert. Beispielsweise lassen sich USB-Ports generell deaktivieren. Je nach Konfiguration können Mitarbeiter dann keine Daten über USB auslesen oder einspielen.

  • Einfache Administration: Durch die zentrale Verwaltung der virtuellen Desktop Infrastruktur entfällt die mühsame Verwaltung jedes einzelnen Desktop-PCs. Updates, Upgrades oder andere Aktualisierungen erfolgen zentral im Rechenzentrum. Sie müssen nicht für jedes Gerät separat zugewiesen und aktiviert werden. Bei mehreren hundert Geräten bedeutet das für die IT-Abteilung eine spürbare Zeit- und Kostenersparnis.

  • Hohe Kostenersparnis: Wie im Punkt zuvor erwähnt, ist die zentrale Administration ein entscheidender Faktor für die Einsparung von Arbeitszeit und damit für die Einsparung betrieblicher Kosten. Die IT-Mitarbeiter bekommen dadurch mehr Zeit, um sich anderen wichtigen Projekten zu widmen. Die schlankere Hardware der Thin Clients verbraucht weniger Strom und verringert die Anfälligkeit für Störungen oder Ausfälle.

  • Geringe Anschaffungskosten: Die Verarbeitung der Daten erfolgt anstatt auf dem Arbeitsplatzrechner auf dem Server im Rechenzentrum. Über die Thin Clients erfolgt nur die Ein- und Ausgabe relevanter Daten. Das ist auch der Grund, warum die Hardware (CPU, Arbeitsspeicher) nur geringen Anforderungen gerecht werden muss und damit vergleichsweise günstig ist.

  • Überlegene physische Eigenschaften: Herkömmliche Desktop-PCs sind im Vergleich zur Größe eines Thin Clients riesig. Thin Clients nehmen nur sehr wenig Stellfläche ein und werden optisch oft gar nicht mehr als Arbeitsplatzrechner wahrgenommen - teilweise sind sie kaum größer als ein Modem (siehe Bild) und bieten ein attraktives modernes Design. Hinzu kommt für die Anwender die äußerst angenehme Eigenschaft, dass Thin Clients mangels Festplatten und Lüfter vollkommen geräuschlos arbeiten.

Für die meisten Büroarbeiten lohnt sich der Einsatz von Thin Clients in einer virtuellen Desktop Umgebung. Sie sind sicher, leistungsfähig und preiswert im Betreib. Oft sind sie – wie hier im Bild der Dell Wyse T10 Thin Client – nicht viel größer als ein Internetrouter.
Für die meisten Büroarbeiten lohnt sich der Einsatz von Thin Clients in einer virtuellen Desktop Umgebung. Sie sind sicher, leistungsfähig und preiswert im Betreib. Oft sind sie – wie hier im Bild der Dell Wyse T10 Thin Client – nicht viel größer als ein Internetrouter.
Foto: Dell

Alle der hier aufgezählten Vorteile gelten zugleich auch im Vergleich zu mobilen Geräten wie Notebooks. Vor allem dann, wenn es sich um Geräte handelt, die zusätzlich auch im privaten Bereich eingesetzt werden, besteht ein besonders hohes Sicherheitsrisiko.

Keine Chance für Trojaner und Phishing

Auf den Thin Clients läuft immer ein proprietäres, schlankes Betriebssystem. In der Praxis kann das eine Linux-Distribution, ein Windows-Embedded System oder eine abgespeckte Windows-Version sein. Oft fordern Unternehmen, dass die eingesetzten Thin Clients zusätzlich zur Immunität gegen Schadsoftware multiprotokollfähig sein müssen. Die Anforderungen erfüllen Thin Clients mit dem Betriebssystem Wyse ThinOS von Dell.

Thin Clients setzen Unternehmen für die verschiedensten Büroanwendungen in einer virtuellen Desktop Umgebung (VDI = Virtual Desktop Infrastructure) ein. Eine besondere Art der Thin Clients sind die Zero Clients. Ihre Besonderheit besteht darin, dass sie für eine ganz bestimmte Aufgabe konzipiert sind. Anstatt eines Betriebssystems läuft hier eine dedizierte Firmware. Zero Clients verwenden zudem ein spezielles Protokoll für den Datenaustausch mit der virtuellen Desktop Infrastruktur. Üblich sind hierbei Protokolle wie Microsoft RDP/RemoteFX, PCoIP oder Citrix HDX. Einsatzgebiete für Zero Clients sind beispielsweise öffentliche Info-Terminals wie es sie in Bibliotheken, Arbeitsagenturen und anderen öffentlichen Einrichtungen gibt. Die dedizierte Firmware ist gerade für den Einsatz bei öffentlich zugänglichen PC-Systemen ein enormer Vorteil. Denn es gibt hierbei absolut keine Möglichkeiten, irgendwelche Schadsoftware in das System einzuschleusen.

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Gelungene Integration von Thin Clients am Fallbeispiel

Ein Beispiel dafür, welche Vorteile der Einsatz von Thin Clients bringt, zeigt die Sony Bank in Japan. Sie wurde im Jahr 2001 als Internet-Bank gegründet und bietet ihren Kunden verschiedene Finanzprodukte wie Sparkonten, Hypotheken und Vermögensverwaltung an. Für ihre IT suchte die Bank eine optimale Lösung, um gegenüber seinen Mitbewerbern den Kunden einen herausragenden Service zu bieten. Im Fokus stand zudem, die internen Kosten zu senken sowie die Effizienz der Mitarbeiter zu verbessern. Als Lösung entschied sich das Management der Sony Bank für den Einsatz einer VDI-Technologie, die darüber hinaus die IT-Sicherheit an allen Standorten des Unternehmens verbessern sollte.

Konkret setzte das Unternehmen eine End-to-End VDI-Lösung von Dell ein. Die bis dahin vorhandenen Arbeitsplatz-PCs ersetzte das Unternehmen durchweg mit Wyse 5030 Zero Clients. Da sich alle sicherheitsrelevanten Daten nun statt auf den Arbeitsplatz-PCs konsequent nur noch im Rechenzentrum des Unternehmens befinden, ist damit eine hohe Datensicherheit gewährt. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sicherheitschecks und Kontrollen zentralisiert auf der Serverseite erfolgen. Darüber hinaus ermöglicht die VDI-Lösung ein sicheres mobiles Arbeiten.

Fazit

Noch immer sehen viele Unternehmen davon ab, Thin Clients als Arbeitsplatzrechner für ihre Mitarbeiter anzuschaffen und einzusetzen. Oft geschieht das aus Unwissenheit oder basiert auf veralteten Ansichten, wie die aktuelle Umfrage des Marktforschungsunternehmens Freeform Dynamics deutlich macht. Dabei profitieren Unternehmen mit einer VDI-Infrastruktur beim Einsatz von Thin Clients von der damit verbundenen zentralen Verwaltung sowie von einem unschlagbar hohen Sicherheitsstandard. Thin Clients sind aufgrund ihrer geringen Hardware-Ausstattung wartungsarm, weniger störanfällig und es gibt kaum Grund, sie erweitern oder an geänderte Gegebenheiten anpassen zu müssen.

Mit seinen Wyse Thin- und Zero Clients bietet Dell beispielsweise für jeden Anwendungsfall die richtige Hard- und Software. Immerhin hat das Unternehmen mehr als 430 Patente für das Cloud-Client-Computing, für das Thin-Client-Design sowie für Administration und Sicherheit inne. Der Kunde erhält mit diesen Technologien in höchstem Maß Sicherheit beim Zugriff auf virtualisierte Umgebungen egal, ob es sich dabei um eine Private, Public oder Hybrid Cloud handelt - für zukunftsfähige Unternehmen ein entscheidender Vorteil.

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