Trübe Aussichten

Texas Instruments spürt Zurückhaltung der Kunden

25.10.2011
Der US-Chiphersteller Texas Instruments kämpft mit sinkender Nachfrage.
TI-Chef Rich Templeton
TI-Chef Rich Templeton
Foto: Texas Instruments

Im dritten Quartal fiel der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar; im Vergleich zum Vorquartal waren es sogar 15 Prozent weniger Bestellungen. "Die wirtschaftliche Ungewissheit drückt weiterhin auf die Nachfrage in beinahe jedem wichtigen Marktsegment, in dem wir tätig sind", sagte Konzernchef Rich Templeton am Montag am Firmensitz in Dallas. Für das laufende vierte Quartal sind die Aussichten trübe. Nachbörslich fiel die Aktie um mehr als zwei Prozent.

Texas Instruments ist führend bei analogen und integrierten Prozessoren für einfache Rechenaufgaben. Die Chips kommen in Waschmaschinen ebenso zum Einsatz wie in Handys, Fernsehgeräten oder Industrieanlagen. Daher gilt Texas Instruments als Barometer für die gesamte Elektronikbranche.

Der Umsatz schwächte sich im dritten Quartal verglichen zum Vorjahreszeitraum bereits um sieben Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar ab. Beim Gewinn gab es sogar Einbußen um 30 Prozent auf unter dem Strich 601 Millionen Dollar. Grund hierfür waren allerdings auch Kosten aus der jüngst abgeschlossenen Übernahme von National Semiconductor. Texas Instruments hatte den Rivalen für 6,5 Milliarden Dollar geschluckt - in der Hoffnung, dass das Geschäft anzieht (dpa/tc)