HP LoadRunner 9.5 & Performance Center 9.5

Test-Software hilft bei Bedarfsplanung

26.02.2009
Uli Ries ist freier Journalist in München.
Anzeige  HP stellt die beiden neuen Versionen 9.5 seiner Performance-Test-Lösungen LoadRunner und Performance Center vor. LoadRunner ist eine Software für das Last- und Performance-Testing, während Performance Center eine Plattform zum zentralen steuern dieser Tests bereit stellt.
Mit HPs LoadRunner-Software sollen sich Last und Leistung von Applikationen auf ausgewählten Infrastruktur-Komponenten – im Bild HP Integrity Blade NB5000CB – testen lassen.
Mit HPs LoadRunner-Software sollen sich Last und Leistung von Applikationen auf ausgewählten Infrastruktur-Komponenten – im Bild HP Integrity Blade NB5000CB – testen lassen.
Foto: Hewlett-Packard

LoadRunner ist laut Hewlett-Packard die mit Abstand am häufigsten eingesetzte Software für Last- und Performance-Tests von Anwendungen. Sie soll die Script-Erstellung für solche Last-Tests automatisieren und Hunderte oder Tausende mit dem System interagierende Endanwender simulieren können. LoadRunner 9.5 überwacht das Verhalten beteiligter Infrastruktur-Komponenten unter simulierter Last und bietet dem Nutzer umfangreiche Analyse- und Berichtsfunktionen zur Auswertung gemessener Daten an. Unternehmen sollen von einer klaren Darstellung der Zusammenhänge zwischen den virtuellen Erfahrungen der simulierter Nutzer und den dafür verantwortlichen Applikations- oder Infrastruktur-Komponenten profitieren.

Für die Performance-Validierung von Web-2.0-Applikationen soll LoadRunners 'Click und Script'-Funktion erweitert worden sein. Sie soll sich durch einen geringeren Ressourcenverbrauch und einen höheren Funktionsumfang auszeichnen. Neben Microsofts und Googles Toolkit soll sie auch weitere Frameworks zur Entwicklung von Web-2.0-Anwendungen unterstützen.

LoadRunner verfügt mit 'Protocol Advisor', 'Service Level Agreements' (SLA) sowie 'Real World Scheduler' über drei komplett neue Funktionen. Protocol Advisor analysiert die Kommunikation zwischen Client und Server und schlägt dem Tester ein Protokoll für das Skripting vor. Durch die SLA-Definitionen lassen sich Last-Tests mit vorgegebenen Referenzwerten vergleichen. Ob die Applikation den Service Level Agreements entspricht, wird in Form einer Ampeldarstellung signalisiert. Mit dem Real World Scheduler sollen sich schließlich Geschäftsprozesse realistisch und dynamisch veränderbar in Last-Tests abbilden lassen.

HP Performance Center 9.5 ist dagegen eine Plattform für das zentralisierte Last- und Performance-Testing, mit der die Modernisierung von Anwendungen zentral gesteuert und an den Unternehmenszielen ausgerichtet werden kann. Die Software soll allen am Testprozess Beteiligten Zugriff auf eine zentrale Arbeitsumgebung ('Center of Excellence') gewähren, die gemeinsame Nutzung von Performance-Tests ermöglichen und ein projektübergreifendes Reporting bieten. Verfügbare Ressourcen sollen durch die Zentralisierung des Qualitätsmanagements optimiert genutzt werden.

Performance Center 9.5 bietet außerdem neue Funktionen für Trendanalysen und für die WAN-Simulation. Mit den Trendanalysen lassen sich Daten verschiedener Testläufe über einen längeren Zeitraum unternehmensweit miteinander vergleichen, indem sie Trends in der Qualität der Softwareentwicklung aufzeigen. Für die gemeinsam mit Shunra realisierte WAN-Simulation wird eine Cloud zwischen Last-Generator und Server aufgebaut. Diese bildet dann das gesamte Unternehmens-WAN einschließlich aller Anbindungen über ISDN, DSL, LAN oder Kabel inklusive verschiedener Standorten ab, so dass sich beispielsweise mögliche Latenzprobleme erkennen lassen sollen. Zusätzlich können mit Lösungen von Hyperformix Kapazitätsplanungen erstellt werden.