Test Mac Mini

Test - Mac Mini 2011 mit Core-i-Prozessor

17.10.2011 | von Thomas Armbrüster und Christian Möller
Mit schnelleren Prozessoren und einem diskreten Grafikchip geht der neue Mac Mini deutlich flotter zur Sache als der Vorgänger. Wir testen zwei aktuelle Konfigurationen

Den Mac Mini gibt es jetzt nicht nur doppelt, sondern gleich dreifach: ein sparsam ausgestattetes Einstiegsmodell zum wesentlich günstigeren Einstiegspreis als bisher, ein Mittelklassenmodell, das gegenüber der Einstiegsvariante nicht nur einen schnelleren Prozessor und mehr Arbeitsspeicher aufweist, sondern auch einen dedizierten Grafik-Chip hat, sowie eine Server-Version. Das Mittelklassenmodell und der Server finden kurz vor Druckabgabe noch den Weg in das Macwelt-Testcenter und wir können es ordentlich unter die Lupe nehmen.

Innen komplett modernisiert

Von außen betrachtet unterscheiden sich der normale Mac Mini und der Server nun nicht mehr voneinander, denn Apple hat generell das optische Laufwerk weggelassen. Wer dieses schmerzlich vermisst, kann für 70 Euro ein externes Gerät von Apple erwerben, das man per USB anschließt. Grundsätzlich sollte aber jedes externe USB oder Firewire-Laufwerk am Mac Mini funktionieren.

Ansonsten hat sich äußerlich zum Vorgängermodell nichts geändert, nur der Mini-Displayport ist jetzt ein Thunderbolt-Anschluss, was aber nur an dem Symbol zu erkennen ist, da sich die Form des Anschlusses nicht geändert hat.

Der Arbeitsspeicher des Mac Mini lässt sich problemlos erweitern. Die Festplatten kann man jedoch nicht so einfach tauschen.
Der Arbeitsspeicher des Mac Mini lässt sich problemlos erweitern. Die Festplatten kann man jedoch nicht so einfach tauschen.

Bei den inneren Werten hat sich dagegen Etliches getan. Unser Test-Mini rechnet mit einem Core-i5-Prozessor mit 2,5 Gigahertz anstatt wie der Vorgänger mit einem Core-2-Duo und verwendet einen dedizierten Grafikchip, den AMD Radeon HD 6630M. Deutlich bemerkbar macht sich dieser beim Spiele-Test mit Call of Duty 4. Mit gut 38 Bildern pro Sekunde hängt er den integrierten Grafikchip HD 3000 von Intel deutlich ab, der im Mac Mini Server (und im von uns noch nicht getesteten Einstiegsmodell) seine Arbeit verrichtet. Außerdem ist er deutlich schneller als der Geforce GT 320M des Vorgängermodells.

Auch bei allen anderen Tests geht der neue Mini schneller als der Vorgänger zur Sache, mit einer Ausnahme: Beim Rendern mit Final Cut benötigt er wesentlich mehr Zeit. Ursache hierfür ist die verbaute Festplatte von Toshiba, die mit durchschnittlichen 57 Megabyte pro Sekunde beim Lesen und 59 Megabyte pro Sekunde beim Schreiben nicht zu den schnellen Exemplaren gehört.

Die Platte bremst alle festplattenintensiven Anwendungen spürbar aus. Dadurch leidet auch die "gefühlte" Geschwindigkeit des Mac Mini. Nach jedem Klick legt der Rechner eine kleine Pause ein, bevor etwas passiert. Das fällt besonders im Vergleich zu den ebenfalls von uns getesteten neuen Macbook-Air-Modellen auf, die sich - dank extrem schneller SSD-Festplatte - wesentlich flotter anfühlen, obwohl sie von der reinen Rechenleistung her nicht mit den Mac Minis mithalten können. Das weiß offensichtlich auch Apple, denn erstmals bekommt man den Mac Mini optional auch mit SSD-Festplatten.

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