iMacs im Test

Test - iMacs 2012 in der Praxis und im Labor

23.05.2013 | von Chris Möller
Mit den neuen iMacs des Baujahres 2012 hat Apple vieles geändert. Erstmals gibt es kein optisches Laufwerk mehr und das Design ist extrem flach geworden. Die eingebauten Displays sollten deutlich besser sein. Wir testen zwei Modelle in der Praxis und im Labor, darunter auch eines mit Fusion Drive
iMac 2012
iMac 2012
Foto: Apple

Zwei 21,5-Zoll-iMacs schickt uns Apple zum Test. Einmal das Basismodell mit 2,7 Gigahertz Core i5 CPU und ein High-End-Modell mit 3,1 Gigahertz Core-i7-Chip, 16 Gigabyte RAM und Fusion Drive.

Dünner ist der neue iMac, viel dünner, das sieht man auf den ersten Blick. Ganze fünf Millimeter ist er - von der Seite her betrachtet - dick. Allerdings wölbt er sich auf der Rückseite zur Mitte hin deutlich aus. Dennoch, wenn man den iMac anschaut, fragt man sich unwillkürlich: Wie schafft Apple das? Ein cleverer Kniff: Es gibt kein internes optisches Laufwerk mehr! Das spart schon mal jede Menge Platz, wobei die flachen Slot-In-Laufwerke, die Apple bislang in den iMac-Modellen verwendete, sowieso einen schlechten Ruf hatten. Zu unzuverlässig und fehleranfällig waren sie, dann doch besser gleich ganz weglassen. Eine richtige Entscheidung, finden wir. Wer CDs brennen oder Video-DVDs anschauen will, muss sich nun allerdings ein externes Laufwerk anschaffen und per USB anschließen. Zum Glück kosten die nicht mehr viel und man bekommt sie quasi an jeder Ecke als Mitnahmeartikel.

Ein zweiter Trick: Apple verwendet im kleineren Modell, das mit einem 21,5-Zoll-Bildschirm ausgestattet ist, nun konsequent mobile Technik. Mobile Prozessoren, mobile Grafikchips und – das ist neu im iMac – mobile Festplatten im 2,5-Zoll-Formfaktor. Dennoch bieten die Laufwerke ein Terabyte Kapazität. Apple verwendet in unseren Testgeräten Festplatten von Hitachi.

Design mit Grat

Um das extrem dünne Gehäuse herstellen zu können, setzt Apple eigenen Angaben zufolge auf ein Fertigungsverfahren aus der Luftfahrttechnik. "Friction Stir Welding" nennt sich das Verfahren, das Aluminium-Werkstoffe per Reibungshitze miteinander verbindet. Und es stimmt: Wie genau man auch hinschaut, man erkennt am Gehäuse des iMac keinerlei Fugen oder Nähte. Die Verarbeitungsqualität ist spitze. Allerdings spürt man an der Unterkante des Gehäuses einen ganz leichten Grat, an dem man sich mit einer ungeschickten Bewegung durchaus die Haut ritzen kann. Ganz perfekt ist die Fertigung dann doch nicht, und so etwas ist man von Apple eigentlich nicht gewohnt.

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