Test: Acer Ferrari 5005WLHi

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Schumi fährt nicht mehr: Formel-1-Freunde können ihre Trauer aber mit dem opulent ausgestatteten Acer Ferrari 5005WLHi bekämpfen.

Tempo: Im Ferrari-Notebook setzt Acer auf eine Doppelkern-CPU von AMD. Der Turion 64 X2 TL-60 erreichte im Leistungstest Sysmark 2004SE 196 – damit liegt das Ferrari 5005WHLI auf dem Tempo-Niveau eines ähnlich ausgestatteten Centrino-Notebooks mit Core Duo T2500, der ebenfalls mit 2 GHz taktet. Gegenüber einem Core2-Duo-Mobilrechner liegt es aber rund 15 bis 20 Prozent zurück.

Im Ferrari 5005 WHLI arbeitet keine High-End-Spiele-Karte, sondern das Mittelklasse-Modell ATI Mobility Radeon X1600. Die meisten Spiele laufen damit auch in der hohen nativen Display-Auflösung (1680 x 1050) ruckelfrei – bei aktuellen müssen Sie aber Auflösung oder Bildqualität herunterschrauben, um flüssig spielen zu können.

Ausstattung: Hier löst Acer das Versprechen ein, das der Name Ferrari gibt – im Notebook findet sich jede Menge aktueller Technik, zum Beispiel eine sehr große Perpendicular-Recording-Festplatte und ein HD-DVD-Laufwerk für Scheiben mit hochaufgelösten Filmen. Das Display des Acer Ferrari 5005WHLI besitzt allerdings keine Full-HD-Auflösung: Will man Filmmaterial in 1080i/p originalgetreu anschauen, muss man es per HDMI-Ausgang über ein entsprechendes externes Display ausgeben.

Auch bei der Kommunikation bekommt man beim Ferrari 5005WHLi eine All-Inclusive-Ausstattung mit Gigabit-LAN, Bluetooth sowie ein 11a/g-WLAN-Modul mit Atheros-Chipsatz. Für Peripheriekarten steht ein PC-Card- und ein Expresscard-Slot zur Verfügung – von letzterem aber nur die kleine Variante. In den Karton packt Acer außerdem noch eine optische Bluetooth-Maus im passenden Design sowie ein VoIP-Telefon, das sich ebenfalls per Bluetooth mit dem Notebook verbinden lässt.

Ergonomie: Mit guten Werten für maximale Helligkeit und Kontrast ging das Breitbild-Display (Seitenverhältnis 16:10) aus unseren Tests. Außerdem überzeugten es mit kräftigen Farben. Im oberen Bereich zeigten sich jedoch links und rechts deutliche Abschattungen. Auf dem Panel in unserem Testmodell war außerdem ein leichtes Flimmern zu erkennen. Ferrari-untypisch war das Notebook recht leise – auch unter voller Last blieb der Lüfter unter der Störgrenze. Dafür erwärmte sich im Dauerbetrieb das Gehäuse auf der Unterseite etwas.

Mobilität: Dieser Ferrari bleibt am besten in der Garage – sprich auf dem Schreibtisch. Zwar läuft das Notebook dank des üppigen Akkus knapp über drei Stunden. Für den regelmäßigen mobilen Einsatz ist es allerdings mit über drei Kilogramm zu schwer.

Fazit: Sehr gut ausgestatteter Desktop-Ersatz, der auch optisch gefällt. Trotzdem liegt der Preis für das Gebotene etwas zu hoch, zumal das Notebook nicht ganz an der Tempo-Spitze liegt. In der Bildergalerie auf der nächsten Seite sehen Sie das Ferrari 5005WHLi von seinen schönsten Seiten.