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Terroristen bedrohen Indiens Outsourcing-Industrie

08.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Indische Softwarehäuser und IT-Dienstleister könnten zum Ziel terroristischer Angriffe werden, warnen lokale Polizeibehörden. Dies gehe aus Unterlagen hervor, die bei drei von Sicherheitskräften getöteten Mitgliedern der Terrorgruppe Lashkar-e-Toiba (LeT) gefunden worden seien. Demnach planten die Angreifer Selbstmordanschläge auf Softwareunternehmen in Bangalore. LeT fordert die Unabhängigkeit der indischen Staaten Jammu und Kashmir. Die indische Regierung wirft dem Nachbarland Pakistan vor, die Separatisten zu unterstützen.

Bangalore ist eines der Zentren der indischen IT-Industrie. Mit Wipro und Infosys haben zwei der größten indischen Software- und Outsourcing-Anbieter ihren Hauptsitz in der südindischen Stadt. Mehrere US-amerikanische Konzerne sind ebenfalls vor Ort, unter ihnen IBM, Intel, Texas Instruments und Accenture. Seit 1998 unterhält auch SAP ein Softwareentwicklungszentrum. (wh)