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Teradata sieht in Suse Linux die Zukunft

07.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Data-Warehouse-Spezialist Teradata will seine eigene Datenbanktechnik künftig ganz auf 64-Bit-Suse-Linux abstellen. Dies kündigte Chief Technology Officer Stephen Brobst vor kurzem vor Pressevertretern in München an. "Wir setzen auf Suse, weil wir nicht glauben, dass diverse Linux-Derivate einen Mehrwert für die Industrie liefern". Suse könne seit der Übernahme durch Novell ein langfristiges Geschäftsmodell vorzeigen, biete die Dienste, die Teradata benötige, und werde beispielsweise auch von IBM unterstützt. "Wir weigern uns, Dollar für Forschung und Entwicklung auszugeben, nur um diverse Linux-Derviate zu unterstützen."

Laut Brobst würde Suse derzeit in Europa, Mittlerer Osten und Afrika bevorzugt, in den USA dominiere "Red Hat", in Asien tendierten Anwender zu dem Derivat "Red Flag". Dennoch erwarte er, dass Suse auch in Nordamerika das Rennen machen wird. Allerdings unterstützt Teradata auf seinen 64-Bit-Anwendungs-Server und Clients neben Suse weiterhin auch die Betriebssysteme Red Hat, Z-OS und Windows. Auf den 32-Bit-Maschinen sei zusätzlich der Einsatz der Unix-Derivate "Solaris" und "HP-UX" möglich. Hauseigenen Service und Support gibt es aber nur für Suse und die Microsoft-Plattform. (as)