Data Warehousing

Teradata-Appliance verwaltet bis zu 50 Petabyte

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Mit einem hochskalierbaren Einsteigerangebot für Data-Warehousing verschärft Teradata den Wettbewerb im Markt.

Die "Teradata Extreme Data Appliance 1550" ist ein kombiniertes Angebot aus optimierter Hard-, und Datenbank- und Speichersoftware speziell für Datenauswertungen, neudeutsch: eine Data Warehouse Appliance. Mit einem Preis ab 16 500 Dollar pro gespeicherten Terabyte stuft der Hersteller die Appliance als Lowend-Produkt ein. Es soll Unternehmen den schrittweisen Auf- und Ausbau von Data-Warehouse-Systemen ermöglichen und kann über eine Grid-Architektur bis zu 50 Petabyte an Daten verwalten.

Aktuelle und historisierte Daten gemeinsam verwalten

Damit sei die Appliance auch für solche Anwender interessant, die in ihrem Data Warehouse neben den aktuell benötigten Daten auch riesige Mengen historisierte Daten verwalten und auswerten wollen. Das können beispielsweise Clickstreams von der Website, Daten aus der Fertigung, Test- oder RFID-Daten sein.

Mit der Teradata Extreme Data Appliance will der Hersteller vor allem Kunden mit großen Datenbeständen ansprechen.
Mit der Teradata Extreme Data Appliance will der Hersteller vor allem Kunden mit großen Datenbeständen ansprechen.

Das von manchen Anbietern empfohlene Auslagern und Archivieren von nicht mehr oder selten gebrauchten Daten wäre so nicht nötig. Vor allem aber will der Hersteller die Appliance Telekommunikationsunternehmen anbieten. So ist im Lieferumfang auch das branchenspezifische Datenmodell "Teradata Communication Logical Data Model" enthalten.

Droht Kannibalisierung?

James Kobielus, Analyst bei Forrester Research, bezeichnete das neue Angebot als hochskalierbar und lobte das gute Preis-Leistungsverhältnis. "Teradata stärkt seine Position im Lowend des Data-Warehousing-Marktes und verschärft den Wettbewerb mit Anbietern wie Sybase, Greenplum und Dataupia". Gleichzeitig sei das Produkt günstiger als vergleichbare Appliances von IBM, Oracle oder Netezza. Allerdings laufe Teradata Gefahr, mit der Preispolitik sein eigenes Geschäft zu kannibalisieren. So hatte der Hersteller in den vergangenen Monaten eine ganze Produktlinie vorgestellt, deren Modelle allesamt teurer waren. Zuletzt hatte Teradata zudem mit der Teradata Data Warehouse Appliance 2550 bereits ein als Einsteigerprodukt positioniertes System ausgeliefert.