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Teleportation macht Fortschritte

18.06.2004

Wissenschaftler haben bei der Übertragung physikalischer Charakteristika zwischen Atomen mittels "Quanten-Teleportation" wichtige Fortschritte erzielt. Damit wird zwar das Star-Trek-"Beamen" nicht unbedingt wahrscheinlicher, aber für die Entwicklung leistungsfähiger Quantencomputer tun sich neue Möglichkeiten auf.

Zwei Teams von Wissenschaftlern, eines unter Leitung von David Wineland vom National Institute von Standards and Technology in Boulder, Colorado, und ein weiteres um Rainer Blatt von der Universität Innsbruck, melden in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature" ähnliche Forschungsergebnisse. Wineland arbeitete mit nahe beieinanderliegenden Beryllium-Atomen, Blatt verwendete Paare von Kalzium-Atomen. Dabei gelang es jeweils, den Quantenzustand eines Atoms auf ein anderes zu übertragen.

Genutzt wurde dabei das Phnänomen der "Verquickung" (Entanglement), das selbst Albert Einstein zunächst als "Spuk" abgetan hatte, bevor es experimentell nachgewiesen wurde. Bis sich mithilfe dieser Technik allerdings Quantencomputer realisieren lassen, wird noch einige Zeit vergehen - nach Einschätzung von Wineland wenigstens ein Jahrzehnt. (tc)