Brandbrief an Barroso

Telekomkonzerne attackieren EU-Regulierung

24.06.2013
Europäische Telekomkonzerne haben einem Bericht zufolge in einem Brandbrief einen radikalen Kurswechsel in der Regulierung ihrer Märkte gefordert.
José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission
José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission
Foto: EU / Philippe Sautier

In dem Schreiben an EU-Kommissionschef Jose Manuel Barroso sprechen sie sich einerseits für eine Lockerung der Regeln etwa bei Fusionen aus, wie die "Financial Times" (Montag) berichtete. Zugleich fordern sie die Rücknahme der Auflage, ihre Breitbandnetze für Konkurrenten öffnen zu müssen. Die Konzerne beklagen sich zudem über ungleiche Rahmenbedingungen im Wettbewerb mit anderen Technologieunternehmen, die Steuerlücken weltweit für sich nutzen könnten.

Zu den Unterzeichnern des Briefs zählen die früheren Staatsmonopolisten Deutsche Telekom, Orange (France Télécom), Telecom Italia und die spanische Telefónica . Sie verweisen darauf, dass etwa in den USA der Markt weit weniger fragmentiert sei. In einer dem Brief angehängten Studie verweisen die Unternehmen darauf, dass eine Deregulierung riesige Investitionen von 115 Milliarden Euro pro Jahr bis 2020 auslösen könnte. (dpa/tc)