"Handelsblatt"

Telekom will sich von bis zu 1600 Managern trennen

01.08.2011
Die Deutsche Telekom will einem Pressebericht zufolge in den kommenden Jahren bis zu 1600 Stellen in der Zentrale in Bonn streichen.
Telekom-Zentrale in Bonn (bei Nacht): "Unglaublicher Wasserkopf"
Telekom-Zentrale in Bonn (bei Nacht): "Unglaublicher Wasserkopf"
Foto: Deutsche Telekom

Vor allem im gehobenen Management solle gespart werden, schreibt das "Handelsblatt" am Montag unter Berufung auf Konzernkreise. Insgesamt sollten knapp acht Prozent aller Posten in der Konzernverwaltung wegfallen. "Da gibt es einen unglaublichen Wasserkopf", zitierte das Blatt Informanten. Die Stellenstreichungen seien Teil der Mittelfristplanung des Konzerns, die bis zum Jahr 2015 läuft.

Die Telekom bestätigte laut Zeitung, dass es Kürzungspläne für die Zentrale gebe. "Im Rahmen des laufenden Sparprogramms 'Save for Service' schauen wir uns auch Funktionen in der Zentrale an", sagte ein Sprecher dem Blatt. Zum Umfang wollte er sich nicht äußern. Mit ihrem Sparprogramm "Save for Service" hat die Telekom von 2007 bis 2010 insgesamt 8,3 Milliarden Euro eingespart. Im ersten Halbjahr sind laut Zeitung 900 Millionen Euro hinzugekommen. Die Telekom legt an diesem Donnerstag ihre Halbjahreszahlen vor. Der Großteil der Einsparungen stamme aber nicht aus dem Personalabbau, sondern aus Synergien.

Die geplanten Streichungen in der Zentrale werden dem Bericht nach zunächst mehr Kosten verursachen als senken. In Konzernkreisen heiße es, für die bis zu 1600 betroffenen Mitarbeiter rechne man wegen ihrer hohen Positionen mit Abfindungen von 200.000 bis 250.000 Euro pro Person. Damit kämen auf die Telekom Personalabbaukosten von 320 bis 400 Millionen Euro zu. Betroffen von den Streichplänen seien die drei Einheiten Personal, Finanzen und der Bereich des Vorstandsvorsitzenden Obermann selbst. (dpa/tc)