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Telekom will Milliarden in den USA investieren

08.08.2006
Bei der Versteigerung der nordamerikanischen Mobilfunklizenzen will die Telekom-Tochter T-Mobile kräftig mitbieten.

In den USA kommen jetzt die Lizenzen für die Mobilfunknetze der dritten Generation (3G) unter den Hammer. Insgesamt sind 1.122 Lizenzen im Angebot, die nach Städten, ländlichen und wirtschaftlichen Regionen aufgeteilt sind. Im Gegensatz zu Deutschland, wo im Jahr 2000 rund 50 Milliarden Euro für die UMTS-Lizenzen gezahlt wurden, erwartet die US-Regierung nur bescheidene Einnahmen in Höhe von 15 Milliarden Dollar.

Mit von der Partie ist bei der Versteigerung auch die Telekom-Tochter T-Mobile. Branchenkreise gehen davon aus, dass die Mobilfunktochter drei bis fünf Milliarden Dollar für die neuen Lizenzen ausgeben wird. Mit den zusätzlichen Lizenzen könnte T-Mobile USA künftig breitbandige Dienste wie Handy-TV oder mobiles Surfen im Internet anbieten.

Allerdings ist die Milliardeninvestition - Experten gehen davon aus, dass der Ausbau der Netzinfrastruktur nochmals bis zu fünf Milliarden Dollar verschlingen wird - für die Telekom nicht ohne Risiko. Ihre Mobilfunktochter rangiert in den USA nämlich nur auf Platz vier mit großem Abstand zu den US-Anbietern. Diese haben zudem den Vorteil, dass sie als Töchter großer Festnetz-Carrier für ihre Kunden Kombiangebote schnüren können. Anderseits ist die US-Tochter derzeit der Wachstumsmotor des Bonner Konzerns, dessen Geschäfte hierzulande eher schlecht als recht laufen. So soll der Konzern alleine im ersten Quartal diesen Jahres eine halbe Million Festnetzkunden verloren haben. (hi)