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Telekom will Festnetz-Bereich neu ausrichten

28.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Deutsche Telekom will ihre Festnetzsparte T-Com neu ausrichten. Damit soll die Produktivität des Bereichs gesteigert werden. "Wir sind zu schwerfällig und zu bürokratisch. Deshalb brauchen wir eine regelrechte Kulturrevolution", äußerte sich Walter Raizner, Chef der Festnetzsparte T-Com, gegenüber einem Nachrichtenmagazin.

Im Rahmen des Programms "Re-Invent" will Raizner vor allem die Strukturen der T-Com-Zentrale unter die Lupe nehmen und dort die Produktivität um zehn Prozent steigern. Nach Ansicht Raizners kann es nämlich nicht angehen, dass in der Unternehmenszentrale 7000 Beschäftigte arbeiten, während Konzerne wie Siemens oder IBM für vergleichbare Aufgaben im Hauptquartier weniger als 2000 Mitarbeiter benötigen.

Um verlorene Kunden zurück zu gewinnen, plant Raizner ferner einen schnelleren Ausbau des Breitbandnetzes sowie ein Innovationszentrum außerhalb des Konzerns. Zudem schwebt dem T-Com-Chef ein kombiniertes Produkt aus Festnetz, Mobilfunk und Online-Anschluss vor. Im Gegenzug will er das Produktportfolio für Privatkunden von heute 300 Leistungen auf weniger als 100 verschlanken. (hi)