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Digitaler Brief

Telekom wählt Absender auf .de-mail.de

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Die deutsche Telekom will ihre "digitalen Briefe" künftig mit Absenderadressen kennzeichnen, die auf .de-mail.de enden.

Das teilte der Bonner Konzern heute früh mit. Privat- und Unternehmenskunden sollen die sichere und verbindliche Email so auf den ersten Blick erkennen können. Die Telekom habe sich bewusst für de-mail.de entschieden und gegen eine eigene Neuschöpfung, heißt es, auch wenn es das 2011 verabschiedete De-Mail-Gesetz es künftigen Anbietern erlaube, die Domain (etwa zu Marketing-Zwecken) frei zu gestalten. Mit der Festlegung auf de-mail.de wolle man einen Beitrag dazu leisten, dass sich der neue Service schnell durchsetze, so die Telekom weiter.

Privatpersonen sollen von der Telekom eine De-Mail-Adresse erhalten nach dem Muster Nachname und Vorname (beziehungsweise Teile des Vornamens), gegebenenfalls eine Nummer sowie die Kennung der Telekom, zum Beispiel: Vorname.Nachname1@t-online.de-mail.de. Unternehmenskunden können darüber hinaus künftig Subdomains bestellen. Dabei wird der Firmenname Bestandteil der De-Mail-Adresse: Vorname.Nachname@Meinefirma.de-mail.de. Neben personalisierten Adressen sind dabei auch Funktionspostfächer wie Einkauf@Meinefirma.de-mail.de möglich.

Wichtig: Firmen, die bereits eine eigene .de-Domain für ihre Email-Kommunikation verwenden, steht die Nutzung dieser Domain als De-Mail-Subdomain laut Telekom "in einer Startphase" automatisch zu; sie müssen die Nutzung lediglich bei ihrem Anbieter einmalig im Rahmen der Registrierung beantragen. Das genaue Procedere für diese sogenannte Sunrise-Periode legt der Domaininhaber - das ist das Bundesinnenministerium beziehungsweise Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) - noch fest.

Die Telekom lässt sich nach eigenen Angaben gerade als De-Mail-Anbieter beim BSI akkreditieren und will ihren De-Mail-Dienst für Geschäfts- und Privatkunden in diesem Jahr starten. Einzelheiten will das Unternehmen zur CeBIT in Hannover bekanntgeben.

Und noch eine Anmerkugn der Redaktion: Die Teilnahme an De-Mail ist und bleibt freiwillig und kostenpflichtig.