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Telekom-Vorstand Eick sieht Bewegung in Gesprächen über Konzernumbau

12.04.2007
Begleitet von bundesweiten Warnstreiks haben die Deutsche Telekom und ver.di am Donnerstag die Gespräche über die Auslagerung von 50.000 Beschäftigten in Servicegesellschaften begonnen.

"Ich gehe davon aus, dass die juristischen Spiegelgefechte ein Ende haben und wir zu den wesentlichen Punkten kommen", sagte Karl-Gerhard Eick, Personal- und Finanzvorstand der Telekom, vor Beginn der Verhandlungen in Königswinter. Das Unternehmen habe von der Gewerkschaft Signale erhalten, dass ver.di inhaltliche Gespräche führen wolle.

Eick zeigte sich weiter kompromissbereit: "Das Verhandlungsangebot der Telekom liegt unverändert auf dem Tisch", sagte er. Das Unternehmen will mit dem Umbau seine Kosten senken und die Servicequalität verbessern. In der neuen T-Service sollen die Mitarbeiter unter anderem länger und für weniger Geld arbeiten. Ver.di fordert dagegen einen tariflichen Schutz der betroffenen Telekom-Beschäftigten. In zwei vorangegangenen Verhandlungsrunden hatten die Tarifparteien keine Annäherung erzielt. Die Telekom hatte daher notfalls mit einem Alleingang bei der Umstrukturierung gedroht.

Bundesweit beteiligten sich am Donnerstag nach Gewerkschaftsangaben rund 8000 Telekom-Mitarbeiter an den Warnstreiks. "Die Wut und die Empörung der Beschäftigten sind groß. Sie befürchten, dass sie die Rechnung für jahrelanges Missmanagement zahlen müssen", sagte ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder, der auch im Aufsichtsrat des Bonner Konzerns sitzt.

Die Gewerkschaft erwartet, dass durch die Warnstreiks der Betrieb in größerem Umfang beeinträchtigt wird. So seien Verzögerungen bei der Beseitigung von Störungen und der Einrichtung von DSL-Anschlüssen zu erwarten, sagte ein Sprecher. Probleme werde es zudem bei der Auftragsbearbeitung geben. Eick kritisierte die Protestaktionen: "Kein Streik löst Probleme oder sichert Arbeitsplätze." (dpa/tc)