CeBIT 2014

Telekom vertreibt SaaS-CRM von Salesforce

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Der Cloud-Anbieter Salesforce und die Telekom-Tochter T-Systems werden im Vertrieb von SaaS-Angeboten für das CRM zusammenarbeiten. Die Partnerschaft wird bis Mitte des Jahres auf Rechenzentrums-Kapazitäten ausgebaut.

T-Systems-CEO Reinhard Clemens und Keith Block, President and Vice Chairman von Salesforce.com, haben die Kooperation auf der CeBIT in Hannover besiegelt. Die neue strategische Partnerschaft für den Vertrieb von Cloud-Lösungen ist auf eine Laufzeit von zunächst fünf Jahren ausgelegt. Der CRM-Anbieter will damit seine Aktivitäten in Europa beziehungsweise in Deutschland ausbauen. Für die T-Systems ist die Partnerschaft ein wichtiger Baustein, um das Cloud-Geschäft zu erweitern.

T-Systems-CEO Reinhard Clemens (rechts) und Keith Block, President and Vice Chairman von Salesforce.com, besiegeln die Partnerschaft auf der CeBIT 2014.
T-Systems-CEO Reinhard Clemens (rechts) und Keith Block, President and Vice Chairman von Salesforce.com, besiegeln die Partnerschaft auf der CeBIT 2014.
Foto: Deutsche Telekom AG

Im Zuge eines Pressegesprächs sagte Clemens zudem, dass die Zusammenarbeit bis Mitte des Jahres auf Rechenzentrums-Kapazitäten ausgebaut werden soll. Salesforce hatte Anfang März erst angekündigt, eigene RZ-Kapazitäten in Deutschland und Europa aufzubauen und insgesamt 500 Arbeitsplätze zu schaffen (siehe Salesforce.com kündigt Rechenzentrum in Deutschland an). Inwiefern sich die beiden Initiativen ergänzen, ist bis dato noch unklar.

T-Systems steht vor einem massiven Umbau

Reinhard Clemens, T-Systems: "Wir wollen unser Portfolio bereinigen, schneller werden und intensiver mit Partnern zusammenarbeiten."
Reinhard Clemens, T-Systems: "Wir wollen unser Portfolio bereinigen, schneller werden und intensiver mit Partnern zusammenarbeiten."

T-Systems steht vor einem Umbau der Organisation, in deren Verlauf einige der klassischen IT-Dienstleistungen wie Outsourcing durch externe Zulieferer unter anderem in Offshore- und Nearshore-Ländern betrieben und parallel dazu neue Geschäftsfelder aufgebaut werden sollen. Das Cloud-Geschäft zählt zu den wichtigen strategischen Standbeinen der Zukunft, dort will man weitere Lösungen von anderen Providern in das eigene Portfolio einbinden. Clemens stellte auf der CeBIT weitere Kooperationen in Aussicht: "Wir wollen unser Portfolio bereinigen, schneller werden und intensiver mit Partnern zusammenarbeiten", nannte der T-Systems-Chef drei wesentliche Eckpunkte.

In dieses Vorhaben reiht sich auch der ebenfalls auf der CeBIT angekündigte Cloud Broker ein. Dieser Dienst vermittelt ab April 2014 IaaS-Kapazitäten von Anbietern wie Amazon, Microsoft und Eucalyptus. Plattformen von weiteren Providern sollen im Lauf des Jahres eingebunden werden (siehe T-Systems startet Cloud Broker).