CeBIT 2014

Telekom und Siemens starten Industrie-4.0-Partnerschaft

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Die Telekom und Siemens haben auf der CeBIT eine Forschungskooperation zum Thema Industrie 4.0 angekündigt. Sie hat die weltweite Vernetzung von Produktionsstätten und die Datenanalyse zum Ziel.
Wolfgang Heuring, Leiter der Konzernforschung bei der Siemens AG: "Reale und virtuelle Welt sind heute schon Bestandteil unseres Automatisierungsportfolios."
Wolfgang Heuring, Leiter der Konzernforschung bei der Siemens AG: "Reale und virtuelle Welt sind heute schon Bestandteil unseres Automatisierungsportfolios."
Foto: Siemens

Die Partnerschaft wurde auf der CeBIT erstmals vorgestellt. Der Siemenskonzern bringt sein Know-how in der Automatisierungstechnik in die Forschungsarbeiten ein. "Manchmal reicht es nicht aus, die reale Welt abzubilden, wenn etwa schnelle und flexible Ergebnisse gefordert sind. Dann müssen wir Lösungen in der virtuellen Welt generieren", schilderte Wolfgang Heuring, Leiter der Konzernforschung bei der Siemens AG, die Beweggründe. "Reale und virtuelle Welt sind heute schon Bestandteil unseres Automatisierungsportfolios." Die mit der Telekom angestrebte Kooperation soll darüber hinaus auch die mobile Welt in die Automatisierungstechnik einbinden.

Die Telekom stellt ihre Cloud zur Verfügung

Hagen Rickmann, T-Systems: "Für eine nahtlose Integration braucht man starke Partner."
Hagen Rickmann, T-Systems: "Für eine nahtlose Integration braucht man starke Partner."
Foto: Norbert Ittermann

Der Telekom obliegt in diesem Vorhaben die Vernetzung der weltweit verteilten Produktionsstätten. Zunächst werden zwei Anlagen in den Forschungslabors von Siemens verknüpft. Die Telekom steht hier in der Pflicht, die technischen Grundlagen dafür etwa in Form einer einheitlichen Plattform zu schaffen. Außerdem stellt der TK-Konzern die IT-Kapazitäten zur Auswertung der Daten bereit. Dazu nutzt die Telekom unter anderem ihre Cloud-Installationen, deren virtualisierte und skalierbare Umgebung die notwendigen Ressourcen vorhält. "Wir betreiben die Forschung mit dem Ziel, die Ergebnisse und Methoden den Fabriken zur Verfügung zu stellen", sagte Hagen Rickmann, Geschäftsführer Sales bei T-Systems International. "Für eine nahtlose Integration braucht man starke Partner." Die inhaltliche Analyse der Informationen übernehmen wiederum die Data-Scientists bei Siemens.